Crash bei US-Chipaktien oder gesunde Korrektur? Goldman verweist auf steigende „Narrativ-Sensitivität“, JPMorgan sieht S&P 500 bei 7.800
TradingKey – US-Aktien erlitten gestern erneut einen kräftigen Ausverkauf, wobei der Nasdaq Composite Index mit einem Minus von 2,21 % schloss, der Nasdaq 100 ETF (QQQ) um 3,29 % fiel und der Philadelphia Semiconductor Index an einem einzigen Tag um 7,87 % einbrach. Dieser Rückgang wurde von führenden Technologieaktien belastet; gestern brach Micron um 13,18 % ein und schloss bei 1.051,77 USD. Der Markt betrachtet den bevorstehenden Ergebnisbericht des Speicherchipherstellers als „Lackmustest“ für die KI-Wertschöpfungskette, was die Einschätzungen der Anleger bezüglich der KI-Hardwarekette, der Entwicklung der Halbleiterindustrie, der Preiserhöhungszyklen für Speicherchips und der Bewertungen hochfliegender Tech-Aktien beeinflussen wird. Es gibt eine weit verbreitete Besorgnis am Markt über das Risiko übermäßiger Aufwärtskorrekturen bei den Gewinnerwartungen. Wenn die Bewertungen die positiven Ertragsaussichten bereits im Vorfeld eingepreist haben, könnten selbst hervorragende Finanzergebnisse einen „Sell-the-News“-Ausverkauf auslösen, sobald die Zahlen veröffentlicht werden. Die Kursentwicklung von Broadcom (AVGO) am 4. Juni dient unter dieser Logik als klassischer Referenzfall.