Fed könnte Zinsen im September anheben: Waller zufolge wird Juni-VPI Zinspfad bestimmen, Rendite 5-jähriger Staatsanleihen steigt auf neue Höchststände
TradingKey — Die jüngsten Äußerungen von Federal Reserve-Gouverneur Christopher Waller sendeten ein klares falkenhaftes Signal. Er erklärte, dass die Fed eine kurzfristige Straffung der Geldpolitik nicht ausschließe, sollte die Kerninflation erhöht bleiben, was die bisherigen Markterwartungen einer Zinswende hin zu Zinssenkungen direkt durchkreuzte. Waller gab an, dass die Fed möglicherweise weitere Zinserhöhungen in naher Zukunft umsetzen müsse, falls nachfolgende Wirtschaftsdaten zeigen, dass die Inflation deutlich über dem 2-Prozent-Ziel verharrt. Dabei merkte er an, dass sich die Geldpolitik derzeit an einem kritischen „Scheideweg“ befinde. Er wies darauf hin, dass die politische Richtung durch die neuesten Wirtschaftsdaten bestimmt werde, wie etwa den am Dienstag anstehenden VPI-Bericht. Er sprach sich zwar nicht für voreilige Zinserhöhungen aus, um eine Rezession zu vermeiden, betonte jedoch, dass der Arbeitsmarkt derzeit stabil sei und die Fed den Fehler von vor einigen Jahren vermeiden müsse, als sie zu langsam auf den zunehmenden Preisdruck reagierte.