US-PCE-Vorschau April: Inflationsausweitung auf mehrere Sektoren treibt Treasury-Renditen nach oben, Daten vom 28. Mai könnten Zinspolitik-Debatte beenden
Tradingkey – Das U.S. Bureau of Economic Analysis (BEA) wird am 28. Mai (Ortszeit) den PCE-Inflationsbericht für April veröffentlichen. Seit Mai haben mehrere Wirtschaftsindikatoren bestätigt, dass die Inflation weiterhin auf erhöhtem Niveau verharrt, was den Markt dazu veranlasst hat, sogar auf einen Schwenk der Federal Reserve hin zu Zinserhöhungen noch in diesem Jahr zu wetten. Infolgedessen festigten sich die Renditen von US-Staatsanleihen, wobei die Rendite 30-jähriger Treasuries am 20. Mai auf 5,2 % kletterte und damit den höchsten Stand seit 2007 erreichte. Es ist anzumerken, dass der Verbraucherpreisindex (VPI) zwar ein wesentlicher vom Markt beobachteter Inflationsindikator ist, die Federal Reserve jedoch den PCE-Inflationsdaten größere Aufmerksamkeit schenkt. Diese bilden seit ihrer offiziellen Einführung im Jahr 2012 den offiziellen Inflationsanker der Notenbank, mit dem langfristigen geldpolitischen Ziel, das PCE-Wachstum im Vorjahresvergleich bei 2 % zu stabilisieren. Bei ihrer tatsächlichen Entscheidungsfindung legt die Fed besonderes Gewicht auf die Kernrate des PCE – welche Nahrungsmittel- und Energiepreise ausschließt –, da sie diese für weniger volatil hält und als genaueres Abbild der zugrunde liegenden Inflationstrends in der Wirtschaft ansieht.