Erster Fed-Zinserhöhungs-Falke zeigt sich. Stimmberechtigtes Mitglied Kashkari vollzieht offiziell Kehrtwende, befürwortet ausdrücklich eine Zinserhöhung bis Jahresende
Neel Kashkari, Präsident der Fed von Minneapolis, plädiert aufgrund hartnäckiger Inflation und geopolitischer Risiken erstmals für eine Zinserhöhung in diesem Jahr. Dieser Kurswechsel unterstreicht die wachsende Uneinigkeit innerhalb der Fed. Im Gegensatz dazu prognostiziert die Citi Zinssenkungen ab Oktober, da sinkende Ölpreise den Inflationsdruck dämpfen dürften. Während Kashkari auf unmittelbare Risiken fokussiert, erwartet die Citi eine baldige Abschwächung der Inflationsdaten. Diese Divergenz verdeutlicht das Ringen um den geldpolitischen Kurs zwischen restriktiven Erwartungen und der Hoffnung auf eine Trendwende bei den Energiepreisen sowie dem damit verbundenen Lockerungszyklus.

TradingKey – Nach der Bekanntgabe der geldpolitischen Entscheidung der Federal Reserve für Juni erklärte der Präsident der Fed von Minneapolis, Neel Kashkari, der in diesem Jahr ein stimmberechtigtes FOMC-Mitglied ist, kürzlich, dass er seinen Zinsausblick für dieses Jahr angepasst habe: von „einer Zinssenkung bis zum Jahresende“ im März hin zu „einer Zinserhöhung bis zum Jahresende“. Damit ist er der erste hochrangige Notenbankvertreter im laufenden Zyklus, der explizit zu einer Haltung für Zinserhöhungen übergeht.
Die wesentliche Stütze für diesen Kurswechsel ist der doppelte Anstieg von hartnäckiger Inflation und geopolitischen Risiken. Jüngste Daten zeigen, dass das von der Fed bevorzugte Inflationsmaß auf 4,1 % gestiegen ist, während die Kerninflation 3,4 % erreichte – beides neue Höchststände seit über zwei Jahren. Damit weicht die Inflation nun schon im fünften Jahr in Folge vom 2-Prozent-Ziel ab. Kashkari ist der Ansicht, dass die durch den Nahostkonflikt in die Höhe getriebenen Energiepreise voraussichtlich nicht so schnell sinken werden. Angesichts der unzureichenden Gewissheit über die Umsetzung eines Waffenstillstandsabkommens zwischen den USA und dem Iran seien die geopolitischen Angebotsrisiken noch nicht vollständig ausgeräumt, was bedeutet, dass der Aufwärtsdruck auf die Inflation bestehen bleibt.
Gleichzeitig mit der Entscheidung der Juni-Sitzung, die Zinsen unverändert zu lassen, zeigten die Äußerungen der Notenbankvertreter deutliche Divergenzen. Dies verdeutlicht, dass der Konsens innerhalb der Fed über den künftigen Kurs bröckelt. Unter der doppelten Unsicherheit von Geopolitik und Inflation hat sich das Tauziehen um die Richtung der Geldpolitik in diesem Jahr weiter verschärft.
Allerdings schlägt Citi andere Töne als der breite Markt an: Die Bank prognostiziert eine hohe Wahrscheinlichkeit für Zinssenkungen in diesem Jahr und stützt ihr Basisszenario auf einen Neustart des Lockerungszyklus im Oktober.
Das Institut geht davon aus, dass der nächste Schritt der Fed eine Zinssenkung und keine Erhöhung sein wird. Das Basisszenario sieht eine Senkung um 25 Basispunkte im Oktober vor, gefolgt von jeweils einer weiteren Senkung um 25 Basispunkte im Dezember und im Januar 2027.
Das Finanzinstitut erklärte, dass sinkende Rohölpreise die Preise für raffinierte Produkte gleichermaßen nach unten ziehen und somit die Haupttreiber neutralisieren würden, die die Inflation zuvor angeheizt hatten. Die am Markt eingepreisten Indikatoren für die Inflationserwartungen sind zusammen mit den Ölpreisen zurückgegangen, wobei die zehnjährige Breakeven-Inflationsrate wieder auf das niedrige Niveau vor dem Ausbruch dieser jüngsten Konfliktwelle zurückgefallen ist.
Citi wies darauf hin, dass der restriktive Ton dieser FOMC-Sitzung deutlich abgeschwächt ausgefallen wäre, wenn die Fed-Vertreter genügend Zeit gehabt hätten, die jüngsten Veränderungen der Energiepreise zu verarbeiten.
Die Bank glaubt, dass sich die Inflationsdaten in den kommenden Monaten abschwächen werden, sobald sich die Auswirkungen der sinkenden Ölpreise allmählich in den Zahlen niederschlagen. Dies dürfte dazu beitragen, dass bis September mehr Fed-Vertreter zu einer taubenhafteren Haltung übergehen und so den Weg für Zinssenkungen vor dem Jahresende ebnen.
Dieser Inhalt wurde KI-übersetzt und von Menschen überprüft. Er dient nur zu Referenz- und Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.
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