AUD/JPY hat seine jüngsten Gewinne vom vorherigen Handelstag reduziert und bewegt sich während der asiatischen Handelszeit am Montag um 109,70. Das Währungspaar reagiert auf die Stärkung des japanischen Yen (JPY) nach den Kommentaren von Bank of Japan (BoJ)-Gouverneur Kazuo Ueda, die signalisieren, dass die Behörden möglicherweise eingreifen werden, um einseitige übermäßige Bewegungen der Währung zu verhindern.
BoJ-Gouverneur Ueda sagte, dass Devisenbewegungen einen erheblichen Einfluss auf Japans Wirtschaft und Inflation haben, und fügte hinzu, dass die Bank die Währungstrends genau verfolgen werde. Er betonte, dass die Geldpolitik bei Bedarf angepasst werde, basierend darauf, wie sich Wechselkursverschiebungen auf Wachstum, Preisentwicklung und damit verbundene Risiken auswirken.
Das „Summary of Opinions“ der BoJ-Politiksitzung im März, das am Montag veröffentlicht wurde, zeigte, dass mehrere Entscheidungsträger weiterhin zuversichtlich hinsichtlich einer weiteren geldpolitischen Straffung in naher Zukunft sind. Ein Mitglied erklärte, es sei angemessen, die Zinssätze weiter anzuheben, wenn sich die Wirtschafts- und Preisprognosen bestätigen, während ein anderes Mitglied betonte, dass das Timing zukünftiger Zinserhöhungen von den Entwicklungen im Nahen Osten sowie von Trends bei Löhnen, Inflation und finanziellen Bedingungen abhängen werde.
Das Währungspaar AUD/JPY steht zudem vor Herausforderungen, da der australische Dollar (AUD) unter Druck bleibt, da steigende Energiepreise, bedingt durch Versorgungsängste, mit schwindenden Hoffnungen auf eine schnelle Lösung des Iran-Konflikts zusammenfallen.
Iran-unterstützte Houthi-Kräfte im Jemen starteten am Wochenende ihre ersten Angriffe auf Israel, was den regionalen Konflikt ausweitet und warnen, dass die Angriffe fortgesetzt werden, bis die Operationen gegen Iran und seine Verbündeten eingestellt werden. Die Gruppe droht zudem mit Angriffen auf Schifffahrtsrouten im Roten Meer und wichtige saudische Energieinfrastrukturen, was die Risiken für die globale Versorgung erhöht. Unterdessen bereiten sich die Vereinigten Staaten Berichten zufolge auf eine verlängerte Bodenoffensive im Iran vor und verlegen Tausende von Truppen in die Region.
Der australische Premierminister Albanese kündigte am Montag an, dass das Nationale Kabinett einen Nationalen Kraftstoffsicherheitsplan genehmigt hat. Die Regierung wird die Kraftstoffsteuer auf Benzin und Diesel für drei Monate halbieren und vorübergehend die Straßenbenutzungsgebühren für schwere Fahrzeuge abschaffen.
Die Bank of Japan (BoJ) steuert die japanische Geldpolitik und hat ein Inflationsziel von rund 2 %. Ihre Maßnahmen haben einen wesentlichen Einfluss auf den japanischen Yen.
Die Bank of Japan implementierte im Jahr 2013 eine extrem expansive Geldpolitik, um die wirtschaftliche Aktivität zu stimulieren und in einem deflationären Umfeld Inflation zu erzeugen. Diese Politik, basierend auf quantitativer und qualitativer Lockerung (QQE), beinhaltete den Ankauf von Vermögenswerten wie Staats- und Unternehmensanleihen durch die Schaffung von Zentralbankgeld, um zusätzliche Liquidität bereitzustellen. Im Jahr 2016 intensivierte die BoJ diese Maßnahmen, führte Negativzinsen ein und begann, die Renditen von 10-jährigen Staatsanleihen direkt zu steuern. Im März 2024 vollzog die Bank eine Kehrtwende, indem sie die Zinsen anhob und sich damit von ihrer ultra-expansiven Geldpolitik distanzierte.
In den vergangenen zehn Jahren hat die entschlossene Haltung der Bank of Japan, an ihrer ultralockeren Geldpolitik festzuhalten, zu einer wachsenden geldpolitischen Divergenz im Vergleich zu anderen Zentralbanken, insbesondere der US-Notenbank, geführt. Dies verstärkte die Renditedifferenz zwischen 10-jährigen US-Staatsanleihen und japanischen Staatsanleihen und stärkte den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen. Mit der Entscheidung der BoJ im Jahr 2024, ihre expansive Geldpolitik schrittweise zu lockern, und dem gleichzeitigen Beginn von Zinssenkungen in anderen großen Zentralbanken, wird diese Differenz nun zunehmend eingeengt.
Der schwächere Yen und steigende globale Energiepreise haben die Inflation in Japan über das Ziel der BoJ von 2 % hinausgetrieben. Zusätzlich hat die Erwartung steigender Löhne – ein zentraler Treiber der Inflation – diese Entwicklung weiter verstärkt.