Das Paar USD/JPY zieht sich deutlich von der Nähe der Mitte der 160,00er-Marke zurück, einem neuen Hoch seit Juli 2024, das während der asiatischen Sitzung am Montag erreicht wurde, und scheint vorerst eine vier Tage andauernde Gewinnserie beendet zu haben. Die Kassakurse fallen in der letzten Stunde auf ein neues Tagestief im Bereich von 159,70-159,65, wobei das Abwärtspotenzial jedoch begrenzt erscheint.
Kommentare des Gouverneurs der Bank of Japan (BoJ), Kazuo Ueda, und des japanischen Vizefinanzministers für internationale Angelegenheiten, Atsushi Mimura, schürten Spekulationen, dass die Behörden eingreifen würden, um eine Schwäche der heimischen Währung zu stoppen. Dies wiederum löst eine aggressive Short-Covering rund um den japanischen Yen (JPY) aus und belastet das Paar USD/JPY. Allerdings könnten wirtschaftliche Bedenken aufgrund der eskalierenden Konflikte im Nahen Osten eine nennenswerte Aufwertung des JPY begrenzen.
Die kurzfristige Tendenz ist leicht bullisch, da das Paar USD/JPY deutlich über dem steigenden 100-Perioden Exponential Moving Average (EMA) auf der 4-Stunden-Chart bleibt. Zudem respektieren die Kassakurse weiterhin die aufsteigende Unterstützungstrendlinie, die bei etwa 157,20 begann, was ein Muster höherer Tiefs verstärkt. Hinzu kommt, dass der Relative Strength Index (RSI) bei rund 54 das Momentum im neutralen bis positiven Bereich hält, was eher auf eine allmähliche Aufwärtsbewegung als auf eine scharfe impulsive Bewegung hindeutet.
Darüber hinaus bleibt die Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Linie knapp über ihrer Signallinie im positiven Bereich, allerdings mit einem schrumpfenden Histogramm, was darauf hindeutet, dass zwar Aufwärtsmomentum vorhanden ist, dieses sich jedoch nicht beschleunigt. Daher dürfte ein anschließender Rückgang nahe 159,40 Unterstützung finden, und ein Bruch würde die Region um 159,00 freilegen, gefolgt von einer tieferen Unterstützung am 100-Perioden-EMA bei etwa 158,70.
Solange diese Niveaus halten, könnten Käufer den Widerstand bei 160,20 ins Visier nehmen, gefolgt von der jüngsten Hochzone um 160,30. Ein klarer Anstieg über 160,30 würde den Weg in Richtung des Bereichs um 160,80 öffnen, während ein anhaltender Rückgang unter 158,70 die Aufwärtsneigung negieren und eine breitere Korrekturphase signalisieren würde.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.