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EZB in Wartestellung: Konflikt schürt Unsicherheit – Wirtschaft zeigt Risse

FXStreetMar 25, 2026 6:42 AM

TD Securities hebt die EZB-Beobachterkonferenz als zentrale Plattform hervor, auf der Notenbankvertreter geopolitische Risiken und die Geldpolitik im Euroraum erörtern. Die Bank erwartet, dass die Verantwortlichen erneut betonen werden, die Europäische Zentralbank sei handlungsbereit, benötige jedoch mehr Zeit zur Bewertung der Risiken. Unterschiedliche Einkaufsmanagerindizes (PMI) für März in Frankreich und Deutschland zeigen eine schwächere Entwicklung im französischen Dienstleistungssektor und eine stärkere Industrie in Deutschland, bei zugleich steigenden Inputkosten, die bislang nur begrenzt an Verbraucher weitergegeben werden.

EZB-Haltung und gemischte Konjunkturdaten im Euroraum

„Die diesjährige EZB-Beobachterkonferenz wird Lagarde, Lane, Rehn und Kocher eine Plattform bieten, ihre Einschätzungen zu den aktuellen geopolitischen Entwicklungen und deren möglichen Auswirkungen auf die Geldpolitik im Euroraum mittelfristig weiter auszuführen. Obwohl sich der Konflikt seit den Prognosen, die auf der Sitzung am 19. vorgestellt wurden, weiterentwickelt hat, wird erwartet, dass alle anwesenden Mitglieder die Position von Lagarde bekräftigen: Die EZB ist bereit zu handeln, hält jedoch weitere Beobachtungen für notwendig, um Risiken bewerten zu können. Der EZB-Rat befindet sich in einer stärkeren Ausgangslage als 2022, was ihm zusätzlichen Spielraum für eine fundierte Entscheidung gibt.“

„Die Geschäftstätigkeit in den beiden größten Volkswirtschaften des Euroraums entwickelte sich im März unterschiedlich: Der französische Dienstleistungssektor verzeichnete eine stärkere Schrumpfung, wobei der PMI auf 48,3 fiel (TDS/Markt: 49,0), da die Nachfrage angesichts geopolitischer Unsicherheiten und vorsichtiger Haltung vor den Wahlen nachließ. Dagegen erlebte die deutsche Industrie das stärkste Produktionswachstum seit mehr als vier Jahren, mit einem Anstieg des PMI auf 51,7 (TDS: 49,0; Markt: 49,5), getragen von steigenden Aufträgen im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt sowie Lageraufbau. In beiden Volkswirtschaften zogen die Inputkosten, insbesondere für Energie und Materialien, deutlich an, jedoch zeigten die Unternehmen bislang keine Anzeichen dafür, diese Kosten an die Verbraucher weiterzugeben, was die geldpolitischen Sorgen vorübergehend dämpfte. Gleichzeitig wurden in beiden Ländern Stellen schneller abgebaut und langsamer neu besetzt, während sich die Stimmung in den Unternehmen infolge der Unsicherheit rund um den Iran-Konflikt deutlich eintrübte.“

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