Das Währungspaar USD/JPY handelt am Mittwoch zum zweiten Mal in Folge mit positiver Tendenz, zeigt jedoch keine starke bullische Überzeugung und bleibt während der asiatischen Sitzung unter der Marke von 159,00.
Die Protokolle der Januar-Sitzung der Bank of Japan (BoJ) zeigten, dass die Entscheidungsträger die Notwendigkeit weiterer Zinserhöhungen sahen. Der japanische Yen (JPY) hat jedoch Schwierigkeiten, nennenswerte Käufer anzuziehen, und bleibt angesichts der Befürchtungen, dass der kriegsbedingte Anstieg der Energiepreise das Wirtschaftswachstum Japans schwächen könnte, unter Druck. Zudem profitieren die geopolitischen Unsicherheiten weiterhin vom Status des US-Dollars (USD) als Reservewährung und wirken als Rückenwind für das Paar USD/JPY.
Aus technischer Sicht ist die kurzfristige Tendenz neutral mit einer leichten bullischen Neigung, da die Kassapreise komfortabel über dem 100-Perioden Exponential Moving Average (EMA) auf dem 4-Stunden-Chart liegen. Dies hält die übergeordnete Aufwärtstrendstruktur trotz jüngster Zurückhaltung unterhalb der Region von 159,80 intakt. Der Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Indikator bewegt sich nahe der Nulllinie, wobei seine Linie leicht über der Signallinie liegt, was auf ein moderates, aber fragiles Aufwärtsmomentum hindeutet.
Unterdessen verstärkt der Relative Strength Index (RSI) um 50 den Eindruck einer Seitwärtsbewegung, was auf ausgeglichene Kräfte nach dem Rücksetzer der Vorwoche aus dem Bereich um 159,80 hindeutet. Daher könnte jede anschließende Aufwärtsbewegung auf unmittelbaren Widerstand nahe 159,30 stoßen, gefolgt von 159,80, der jüngsten Obergrenze, die eine mögliche Ausweitung in Richtung der Zone um 160,50 absichert. Ein nachhaltiger Ausbruch über 159,80 würde die bullische Kontrolle im mittelfristigen Aufwärtstrend bestätigen.
Auf der Unterseite zeigt sich erste Unterstützung im Bereich um 158,30, wo der 100-Perioden-EMA auf dem 4-Stunden-Chart technischen Halt bietet, mit einer tieferen Unterstützung bei 157,90, falls die Verkäufer die Kontrolle ausweiten. Ein Fall unter letztere Marke würde den Fokus auf eine Korrekturphase lenken und das Wochentief nahe Mitte 157,00 freilegen.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.