Das Paar NZD/USD zieht den zweiten Tag in Folge Verkäufer an und rutscht während der asiatischen Sitzung am Montag wieder näher an die Marke von 0,5800 heran. Zudem deuten der breitere fundamentale Hintergrund und das technische Setup darauf hin, dass der Weg des geringsten Widerstands für die Kassapreise weiterhin nach unten zeigt.
Die eskalierenden geopolitischen Spannungen wirken weiterhin als Rückenwind für den sicheren Hafen US-Dollar (USD) und belasten den risikosensiblen Kiwi. Darüber hinaus haben der enttäuschende BIP-Bericht für das vierte Quartal aus Neuseeland der letzten Woche, die relativ dovishe Haltung der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) sowie das Herabstufen des Kredit-Ausblicks des Landes durch Fitch Ratings den neuseeländischen Dollar (NZD) geschwächt. Dies bestätigt die kurzfristig negative Aussichten für das Paar NZD/USD.
Aus technischer Sicht begünstigt der jüngste Durchbruch und das anschließende Scheitern in der Nähe des 200-Tage-Simple Moving Average (SMA), eines vielbeachteten langfristigen Trendindikators, bärische Händler. Der genannte SMA beginnt, sich nach unten zu bewegen, was darauf hindeutet, dass Verkäufer bei Aufwärtsbewegungen die Kontrolle behalten. Zudem liegt der Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Indikator weiterhin unter der Signallinie und unter der Nulllinie mit einem leicht negativen Histogramm, was den Abwärtsmomentum-Hintergrund verstärkt.
Hinzu kommt, dass der Relative Strength Index (RSI) bei etwa 41 unterhalb der 50er-Mittellinie bleibt, was auf anhaltenden Abwärtsdruck hinweist, jedoch ohne überverkaufte Bedingungen. Die erste Unterstützung wird in der Nähe des 61,8% Fibonacci-Retracement-Levels der Aufwärtsbewegung von 0,5581 bis 0,6092 bei etwa 0,5776 gesehen, wobei ein Tagesschluss darunter den Weg zum 100% Retracement-Tief bei 0,5581 öffnen würde. Solange das Paar NZD/USD unter 0,5837 bleibt, spricht das breitere Risiko für weitere Tests niedrigerer Unterstützungen.
Auf der Gegenseite ergibt sich der unmittelbare Widerstand am 50,0% Retracement-Level bei 0,5837, wobei der 200-Tage-SMA in derselben Region diese Barriere verstärkt. Ein nachhaltiger Durchbruch darüber würde das 38,2% Fibo.-Retracement-Level bei 0,5897 als nächstes Aufwärts-Hindernis freilegen.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.