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EUR/GBP hält Gewinne über 0,8600 nach schwachen britischen BIP-Daten

FXStreetMar 13, 2026 7:17 AM
  • EUR/GBP steigt in der frühen europäischen Sitzung am Freitag auf etwa 0,8630. 
  • Die britische Wirtschaft stagnierte im Januar, schwächer als erwartet. 
  • Ein hawkischer Ton von EZB-Politikern stützt den Euro gegenüber dem Pfund Sterling. 

Das Währungspaar EUR/GBP hält am Freitag in der frühen europäischen Sitzung positive Werte nahe 0,8630. Das britische Pfund (GBP) schwächt sich gegenüber dem Euro (EUR) nach der Veröffentlichung der britischen Wirtschaftsdaten. Der Bericht zur Industrieproduktion der Eurozone für Januar wird später am Freitag veröffentlicht. 

Die am Freitag vom Office for National Statistics (ONS) veröffentlichten Daten zeigten, dass die britische Wirtschaft im Januar stagniert ist, im Vergleich zu einem Anstieg von 0,1 % im Vormonat. Diese Zahl fiel schwächer aus als die Schätzung eines Anstiegs von 0,2 % im Berichtszeitraum. 

In der Zwischenzeit stieg der Index der Dienstleistungen (Januar) um 0,2 % 3M/3M im Vergleich zu 0 % im Dezember. Die monatliche Industrieproduktion im Vereinigten Königreich fiel im Januar um 0,2 % MoM, während die Produktionszahlen im verarbeitenden Gewerbe im gleichen Zeitraum um 0,1 % stiegen. Beide Zahlen lagen unter dem Marktkonsens. Das GBP fällt leicht in unmittelbarer Reaktion auf die enttäuschenden britischen Wirtschaftsdaten. 

Händler haben die Preisgestaltung für die Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank (EZB) nach hawkischen Kommentaren von Mitgliedern der Zentralbank erhöht. Die Politikerin Isabel Schnabel sagte am Mittwoch, dass die neuen vierteljährlichen Prognosen teilweise die wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges im Iran berücksichtigen werden. Das EZB-Ratsmitglied Peter Kazimir erklärte, dass eine Zinserhöhung näher sein könnte als gedacht, und die Zentralbank könnte handeln, wenn der Krieg die Inflationserwartungen erhöht.

Die Preisgestaltung von Swaps deutet darauf hin, dass die Märkte erwarten, dass die EZB die Geldpolitik schneller straffen wird als zuvor gedacht. Laut LSEG-Daten wird nun erwartet, dass die EZB bereits im Juni anhebt.

Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.

Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.

Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.

Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.

Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.

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