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EUR/USD weitet Verluste aus, da der US-Iran-Konflikt die Nachfrage nach US-Dollar ankurbelt

FXStreetMar 12, 2026 1:55 PM
  • EUR/USD setzt am Donnerstag seine Verluste fort, da der eskalierende US-Iran-Krieg den US-Dollar fest stützt.
  • Steigende Ölpreise angesichts wachsender Sicherheitsrisiken im Persischen Golf schüren Inflationssorgen.
  • Händler reduzieren Wetten auf Zinssenkungen der Fed, während die Märkte eine Zinserhöhung der EZB bereits für Juli einpreisen.

Der Euro (EUR) bleibt am Donnerstag gegenüber dem US-Dollar (USD) unter Druck, da EUR/USD seine Verluste am dritten Tag in Folge ausweitet, während der eskalierende US-Iran-Krieg den Greenback fest unterstützt. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels handelt das Paar bei etwa 1,1525 und hat alle Gewinne, die zu Beginn dieser Woche verzeichnet wurden, wieder abgegeben.

Der US-Iran-Krieg dominiert weiterhin die Marktstimmung, ohne klare Anzeichen einer Deeskalation, da der Konflikt in seinen dreizehnten Tag eintritt. Die Ölpreise steigen, da die Sicherheitsrisiken im Persischen Golf zunehmen, einer wichtigen Route für globale Öltransporte. In den neuesten Entwicklungen hat Iran Berichten zufolge zwei Öltanker in der Region angegriffen, was Bedenken über weitere Störungen der globalen Energieversorgung aufwirft.

Infolgedessen rotieren die Händler in den US-Dollar, der in Zeiten globaler Unsicherheit aufgrund seiner Liquidität und seines Status als sicherer Hafen tendenziell an Wert gewinnt. Der Greenback erhielt am Donnerstag weitere Unterstützung, da die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung für die Woche bis zum 7. März auf 213.000 fielen, unter der Prognose von 215.000, während die Baubeginne auf 1,487 Millionen stiegen und die Erwartungen von 1,35 Millionen übertrafen.

Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber einem Korb von sechs wichtigen Währungen abbildet, handelt bei etwa 99,50 und liegt damit fast 0,22% im Plus.

Unterdessen schüren steigende Ölpreise den Inflationsdruck, was die Händler dazu veranlasst, den geldpolitischen Kurs der großen Zentralbanken neu zu bewerten.

Die Märkte preisen nun eine Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) bereits für die Sitzung im Juli ein. Der Euro hat jedoch Schwierigkeiten, bedeutende Unterstützung zu finden, da höhere Energiepreise die wirtschaftliche Perspektive der Eurozone bedrohen, die stark von importierter Energie abhängig ist.

Über den Atlantik hinweg reduzieren die Händler weiterhin ihre Wetten auf Zinssenkungen der Federal Reserve (Fed), wobei die Märkte nun rund 25-30 Basispunkte (bps) an Lockerungen bis Dezember einpreisen, nachdem es vor Beginn des Krieges mehr als 50 bps waren, laut dem CME FedWatch Tool.

Die neuesten US-Inflationsdaten, die am Mittwoch veröffentlicht wurden, unterstützen ebenfalls eine vorsichtige Haltung der Fed, da der Preisdruck hartnäckig bleibt und deutlich über dem Ziel von 2% der Zentralbank liegt, während die Märkte nun ihren Fokus auf den Bericht zum Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE) richten, der am Freitag fällig ist.

EZB - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Europäische Zentralbank (EZB), mit Sitz in Frankfurt am Main, steuert die Geldpolitik der Eurozone. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität, definiert durch eine Inflationsrate von rund 2 %. Durch Anpassungen der Zinssätze beeinflusst die EZB maßgeblich den Wechselkurs des Euros, der tendenziell durch höhere Zinsen gestärkt und durch niedrigere geschwächt wird.

In extremen Situationen kann die Europäische Zentralbank ein Instrument namens Quantitative Easing (QE) einsetzen. QE bedeutet, dass die EZB Euros druckt und diese verwendet, um Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstitutionen zu kaufen. QE führt in der Regel zu einer Abschwächung des Euros. Es wird als letztes Mittel eingesetzt, wenn Zinssenkungen allein das Ziel der Preisstabilität nicht erreichen können. Die EZB setzte QE während der Finanzkrise 2009-2011, 2015 bei anhaltend niedriger Inflation und während der COVID-19-Pandemie ein.

Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenteil von QE: Statt Staatsanleihen zu kaufen, stellt die EZB den Ankauf ein und reinvestiert fällige Beträge nicht mehr. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Euro aus, da es die Liquidität am Markt verringert.

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