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USD/CHF gewinnt über 0,7800 aufgrund der Erwartungen an eine hawkische Haltung der Fed

FXStreetMar 12, 2026 5:05 AM
  • USD/CHF gewinnt an Momentum und nähert sich 0,7820 in der frühen europäischen Sitzung am Donnerstag. 
  • Es wird erwartet, dass die Fed den Zinssatz bei ihrer geldpolitischen Sitzung im März unverändert lässt. 
  • Die US-PCE-Inflation und die BIP-Berichte werden am Freitag die Höhepunkte sein. 

Das Paar USD/CHF gewinnt während der frühen europäischen Sitzung am Donnerstag an Stärke und bewegt sich in Richtung 0,7820. Der US-Dollar (USD) stärkt sich gegenüber dem Schweizer Franken (CHF), da steigende Ölpreise drohen, die Inflation anzufachen und die US-Notenbank (Fed) zu einer restriktiveren Geldpolitik zu zwingen.

Der Krieg im Nahen Osten schürt Ängste vor steigender Inflation in den USA, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die Fed die Zinssätze länger hoch hält. Es wird erwartet, dass die US-Zentralbank die Zinsen bei ihrer bevorstehenden Sitzung am 17.-18. März stabil hält. Viele Ökonomen gehen davon aus, dass die nächste Zinssenkung nicht vor Juni oder Juli 2026 erfolgen wird. 

Oman hat alle Schiffe von seinem wichtigen Öl-Exportterminal in Mina Al Fahal als Vorsichtsmaßnahme evakuiert, berichtete Bloomberg am Donnerstag. Iran hat unterdessen seine "intensivsten Operationen seit Beginn des Krieges" gestartet. Teheran hat seine Bemühungen verstärkt, die wichtige Ölroute, die Straße von Hormuz, zu blockieren. Steigende Spannungen im Nahen Osten könnten die sicheren Währungen wie den CHF gegenüber dem USD stärken. 

Händler werden weitere Hinweise aus dem Bericht zum Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE) für Januar ziehen, der am Freitag fällig ist. Anzeichen für eine schwächere Inflation in den USA könnten den Greenback kurzfristig belasten. Auch die vorläufige Schätzung des US-Bruttoinlandsprodukts (BIP) für das vierte Quartal (Q4) wird veröffentlicht. 

US-Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der US-Dollar (USD) ist die offizielle Währung der Vereinigten Staaten und in vielen weiteren Ländern als „de facto“-Währung im Umlauf. Er ist die am häufigsten gehandelte Währung weltweit und dominiert mit 88 % des globalen Devisenhandels. Daten von 2022 zeigen, dass täglich ein Handelsvolumen von rund 6,6 Billionen US-Dollar umgesetzt wird. Der US-Dollar löste nach dem Zweiten Weltkrieg das Britische Pfund als Weltreservewährung ab, nachdem der Goldstandard 1971 abgeschafft wurde.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des US-Dollars beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Federal Reserve (Fed) bestimmt wird. Die Fed hat zwei Hauptziele: Preisstabilität (Inflationskontrolle) und Förderung der Vollbeschäftigung. Ihr primäres Werkzeug zur Erreichung dieser Ziele ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Preise zu schnell steigen und die Inflation über dem Ziel von 2 % liegt, erhöht die Fed die Zinsen, was dem Wert des US-Dollars zugutekommt. Fällt die Inflation unter 2 % oder ist die Arbeitslosenquote zu hoch, senkt die Fed möglicherweise die Zinsen, was den Greenback belastet.

In außergewöhnlichen Situationen greift die Federal Reserve auf Maßnahmen wie die quantitative Lockerung (QE) zurück. Dies geschieht, wenn Zinssenkungen allein nicht ausreichen, um das Finanzsystem zu stabilisieren. QE ermöglicht es der Fed, mehr Geld zu drucken und US-Staatsanleihen von Banken zu kaufen, um die Kreditvergabe anzukurbeln. Diese expansive Maßnahme schwächt in der Regel den US-Dollar, da sie die Geldmenge erhöht und das Vertrauen in die Währung senkt.

Quantitative Tightening (QT) stellt den umgekehrten Prozess zu Quantitative Easing (QE) dar. Die US-Notenbank Federal Reserve beendet den Ankauf von Anleihen und investiert die fällig werdenden Rückzahlungen nicht in neue Anleihen. In der Regel wirkt sich dieser Prozess positiv auf den US-Dollar aus.


 

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