Das Paar EUR/USD erreicht am Mittwoch ein Ein-Wochen-Hoch, zeigt jedoch keine Anschlusskäufe und bleibt während der asiatischen Sitzung unter der Marke von 1,1600. Zudem ist angesichts des gemischten fundamentalen Hintergrunds Vorsicht geboten, bevor man sich für eine weitere Aufwertung positioniert.
Trotz des Optimismus hinsichtlich einer frühen US-Beendigung des Iran-Kriegs halten Berichte, dass die VAE auf militärische Maßnahmen drängen, um die Straße von Hormus wieder zu öffnen, die geopolitischen Risiken aufrecht. Dies befeuert weiterhin inflationsbedingte Sorgen und hawkische Erwartungen an die US-Notenbank (Fed), die als Rückenwind für den US-Dollar (USD) wirken und das Aufwärtspotenzial des EUR/USD-Paares begrenzen.
Aus technischer Sicht wurde der nächtliche Ausbruch über den 200-Stunden-Exponential Moving Average (EMA) als wichtiger Auslöser für bullische Händler gesehen. Zudem nähert sich der Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Indikator der Signallinie an, bleibt jedoch leicht positiv, was auf nachlassendes, aber weiterhin positives Momentum nach dem Anstieg hindeutet.
Unterdessen zieht sich der Relative Strength Index (RSI) nahe 66 von überkauften Werten über 70 zurück, was eher auf nachlassenden Aufwärtsdruck als auf eine klare Umkehr in diesem Stadium hinweist. Daher ist es ratsam, auf eine Bewegung über das 61,8%-Fibonacci-Retracement-Level des jüngsten Rückgangs der vergangenen Woche zu warten, bevor neue bullische Positionen im EUR/USD eingegangen werden.
Ein nachhaltiger Ausbruch nach oben würde den Weg in Richtung der Barriere bei 1,1599 und anschließend zum jüngsten Swing-Hoch bei rund 1,1641 öffnen. Auf der Unterseite ergibt sich unmittelbare Unterstützung am 38,2%-Fibo. bei 1,1520, verstärkt durch den nahegelegenen 200-Stunden-EMA, der eine wichtige Nachfragzone bildet. Ein tieferer Rücksetzer würde das 23,6%-Fibo.-Level bei 1,1492 freilegen, wo Käufer voraussichtlich den breiteren Aufwärtstrend verteidigen würden.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.
Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.
Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.
Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.
Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.