Das Währungspaar AUD/USD schwankt während der asiatischen Sitzung am Dienstag zwischen verhaltenen Gewinnen und leichten Verlusten und konsolidiert seine jüngsten Verluste der vergangenen Woche, die es auf den tiefsten Stand seit über zwei Monaten gebracht haben, der am Vortag erreicht wurde. Die Spotpreise notieren derzeit um die Mitte der 0,6800er-Marke und bleiben damit im Tagesverlauf nahezu unverändert, angesichts gemischter fundamentaler Signale.
Der Australische Dollar (AUD) erhält etwas Unterstützung von den hawkischen Protokollen der Sitzung der Reserve Bank of Australia (RBA), die zeigen, dass die Vorstandsmitglieder einer weiteren Straffung wahrscheinlich zustimmen würden. Hinzu kommen wieder aufkeimende Hoffnungen auf eine Deeskalation der Spannungen im Nahen Osten, die das Vertrauen der Anleger stärken und einen moderaten Rückzug des US-Dollars (USD) seit Jahresbeginn bewirken, was dem risikosensiblen Paar AUD/USD zusätzlich zugutekommt.
Aus technischer Sicht finden die Spotpreise etwas Unterstützung nahe dem steigenden 100-Tage Simple Moving Average (SMA) im Bereich um 0,6820, was die Abwärtsbewegung dämpft. Allerdings bleibt der Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Indikator unter seiner Signallinie im negativen Bereich, während der Relative Strength Index (RSI) auf etwa 36 absinkt, was beides das nachlassende bullische Momentum bestätigt und weiteren Korrekturdruck begünstigt.
Der 100-Tage-SMA wird eng vom 38,2% Fibonacci-Retracement-Level der Aufwärtsbewegung von November bis März bei rund 0,6800 begleitet, das als wichtiger Wendepunkt für kurzfristige Trader fungieren sollte. Ein weiterer Verkaufsdruck unterhalb der jüngsten Tiefs im Bereich von 0,6880–0,6850 würde den Fokus auf das 61,8%-Fibo-Level bei 0,6713 lenken. Ein klarer Bruch unter 0,6713 würde den Weg zum 78,6%-Level bei 0,6586 öffnen und einen tieferen Rückgang signalisieren.
Auf der Gegenseite zeigt sich der erste Widerstand am 50%-Retracement bei 0,6803, das nun als nahegelegener Pivot fungiert, mit stärkerem Widerstand am 38,2%-Fibo-Level bei 0,6892. Eine nachhaltige Erholung über 0,6892 würde das 23,6%-Retracement bei 0,7003 freilegen, wo Verkäufer zuvor Aufwärtsbewegungen begrenzten. Dennoch ist die kurzfristige Tendenz leicht bärisch, da das Paar AUD/USD deutlich unter dem 23,6%-Fibo-Retracement nahe der psychologischen Marke von 0,7000 bleibt.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.