NZD/USD stoppt seine fünftägige Verlustserie und notiert am Dienstag während der asiatischen Handelszeiten um 0,5730. Das Paar bleibt stärker, da der neuseeländische Dollar (NZD) nach der Veröffentlichung der Einkaufsmanagerindexdaten (EMI) der chinesischen Nationalen Statistikbehörde (NBS) stärker bleibt. Veränderungen in der chinesischen Wirtschaft können den NZD beeinflussen, angesichts der engen Handelsbeziehung zwischen den beiden Ländern.
Der NBS-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in China stieg im März auf 50,4 von 49,0 im Februar, übertraf die Erwartungen von 50,1 und kehrte damit zur Expansion zurück. Dies markiert den stärksten Wert seit März letzten Jahres nach zwei Monaten der Kontraktion. Gleichzeitig stieg der EMI für das nicht-verarbeitende Gewerbe auf 50,1 von 49,5, über den Prognosen von 49,9, was auf eine Stabilisierung im Dienstleistungssektor nach zwei Monaten der Kontraktion hinweist.
Das Paar NZD/USD gewann an Boden, während der US-Dollar (USD) nach fünf aufeinanderfolgenden Gewinntagen an Boden verlor. Der Greenback könnte jedoch seine Tagesverluste angesichts der steigenden Nachfrage nach sicheren Häfen im Zusammenhang mit der Unsicherheit rund um die Spannungen im Nahen Osten wieder wettmachen.
Das Wall Street Journal (WSJ) berichtete, dass US-Präsident Donald Trump offen dafür sei, den Iran-Krieg zu beenden, ohne die Straße von Hormus wieder zu öffnen, was auf sich ändernde Prioritäten hinweist. Die anhaltenden US-Truppenverlegungen deuten jedoch auf gemischte Signale und anhaltende Risiken für die globalen Energieflüsse hin.
Der Vorsitzende der Federal Reserve (Fed), Jerome Powell, stellte am Montag fest, dass die langfristigen Inflationserwartungen in den USA trotz der erhöhten Unsicherheiten im Nahen Osten gut verankert bleiben, und betonte, dass die geldpolitische Haltung der Federal Reserve es den Verantwortlichen ermöglicht, die wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Konflikts zu bewerten.
Der Präsident der New Yorker Fed, John Williams, sagte, die Geldpolitik sei gut positioniert für ungewöhnliche Umstände, und teilte Reuters am Montag mit, dass der Arbeitsmarkt weiterhin gemischte Signale sende.
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.