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EUR/USD verliert an Boden, da die Spannungen im Nahen Osten den US-Dollar stärken

FXStreetMar 24, 2026 5:11 AM
  • EUR/USD fällt am Dienstag im frühen europäischen Handel auf rund 1,1580.
  • Steigende Spannungen im Nahen Osten stärken den US-Dollar, eine sichere Hafenwährung.
  • Die Märkte rechnen nun mit mindestens zwei Zinserhöhungen der EZB im Jahr 2026.

Das Paar EUR/USD verliert am Dienstag im frühen europäischen Handel an Dynamik und nähert sich der Marke von 1,1580. Der Euro (EUR) schwächt sich gegenüber dem Greenback ab, da eskalierende geopolitische Spannungen im Nahen Osten die Händler zu einer sicheren Hafenwährung treiben.

US-Präsident Donald Trump gewährte Iran eine fünf Tage lange Atempause und verwies auf neue Gespräche mit Teheran, von denen er glaubte, dass sie eine Einigung vermitteln könnten, die den Konflikt lösen würde, so Bloomberg. Dennoch bestritten iranische Beamte jegliche Gespräche mit den USA nach Trumps Äußerungen.

„Die entscheidende Frage ist, ob die Marktteilnehmer dies als eine echte Verlängerung sehen, die eine Einigung näherbringt, oder einfach als eine Verzögerung, die die Unsicherheit verlängert“, sagte Chris Weston, Leiter der Forschung bei Pepperstone.

Die Europäische Zentralbank (EZB) beschloss auf ihrer jüngsten geldpolitischen Sitzung am Donnerstag, die Zinsen unverändert zu lassen, und erklärte, der Krieg im Iran habe die Aussichten „erheblich unsicherer“ gemacht. Analysten von Goldman Sachs erwarten, dass die EZB im April und Juni zwei Zinserhöhungen um jeweils 25 Basispunkte (bps) vornehmen wird, und schließen sich damit den Einschätzungen von J.P. Morgan und Barclays an.

Die vorläufigen Werte des Einkaufsmanager-Index (EMI) für März aus den USA, der Eurozone und Deutschland werden am Dienstag später im Fokus stehen. Die Händler erwarten im weiteren Verlauf der Woche die Äußerungen der Fed, um weitere Hinweise auf die US-Zinsaussichten zu erhalten. Jegliche hawkischen Kommentare von Vertretern der Federal Reserve (Fed) könnten den USD stärken und dem Major-Paar Gegenwind verleihen.

Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.

Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.

Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.

Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.

Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.

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