Das Währungspaar USD/JPY zieht nach dem Rücksetzer von rund 165 Pips vom Bereich seines höchsten Niveaus seit Juli 2024 am Vortag einige Dip-Käufer an und klettert während der asiatischen Sitzung am Dienstag in den Bereich von 158,75–158,80.
Der japanische Yen (JPY) schwächt sich als Reaktion auf schwache Inflationszahlen ab, die zeigten, dass der nationale Verbraucherpreisindex (CPI) unter das 2%-Ziel der Bank of Japan (BoJ) gefallen ist und das niedrigste Niveau seit März 2022 erreicht hat. Die Daten dämpfen zudem die Hoffnungen auf eine sofortige Zinserhöhung der Zentralbank angesichts der Befürchtungen, dass der kriegsbedingte Anstieg der Energiepreise Japans Wirtschaftswachstum schwächen könnte.
Unterdessen befeuern geopolitische Unsicherheiten aufgrund von Konflikten im Nahen Osten weiterhin Inflationsängste, was die Wetten auf weitere Zinssenkungen der US-Notenbank (Fed) einschränkt. Dies löst wiederum eine neue Aufwärtsbewegung bei den Renditen von US-Staatsanleihen aus, die zusammen mit dem Risiko einer weiteren Eskalation des Iran-Kriegs den Status des US-Dollars (USD) als Reservewährung begünstigen und das Währungspaar USD/JPY stützen.
Die Kassakurse zeigten erneut eine gewisse Widerstandsfähigkeit unterhalb des 100-Perioden-Exponential Moving Average (EMA) auf dem 4-Stunden-Chart, und die anschließende Aufwärtsbewegung begünstigt bullisch eingestellte Händler. Allerdings ist die Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Linie leicht unter die Signallinie um die Null-Linie gefallen, mit einem flachen Histogramm, was auf nachlassendes Aufwärtsmomentum und nicht auf eine entscheidende Trendwende hindeutet.
Darüber hinaus bleibt der Relative Strength Index (RSI) nahe 48 in der Nähe seiner Mittellinie, was einen konsolidierenden Ton innerhalb eines insgesamt aufwärtsgerichteten Kontexts verstärkt. Nichtsdestotrotz ist die kurzfristige Tendenz leicht bullisch, da das USD/JPY-Paar über dem 100-Perioden-EMA auf dem 4-Stunden-Chart bei etwa 158,20 hält, was die breitere Aufwärtstrendstruktur intakt hält.
Zwischenzeitlich zeigt sich die erste Unterstützung bei 158,20 vom 100-Perioden-EMA, gefolgt von 157,65, wo der jüngste Abwärtstrend ins Stocken geriet. Ein Durchbruch unter 157,65 würde tiefere Retracement-Niveaus in Richtung Mitte der 157,00er-Marke freilegen. Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand bei 159,30, in Übereinstimmung mit den jüngsten Intraday-Hochs, wobei ein Durchbruch den Weg zu 159,80 und der psychologischen Barriere bei 160,00 öffnen würde.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.