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Japanischer Yen bleibt trotz Eskalation des Nahostkriegs defensiv

FXStreetMar 22, 2026 11:04 PM
  • Der japanische Yen verliert zum Wochenauftakt am Montag an Boden.
  • Der US-Dollar erfährt eine erneute Nachfrage als sicherer Hafen, da sich der Konflikt im Nahen Osten verschärft.
  • Der Fokus liegt auf dem Krieg, mit Trumps Drohungen und Irans Vergeltungsreaktion.

Der japanische Yen (JPY) schwächelt gegenüber dem US-Dollar (USD) im frühen asiatischen Handel am Montag, obwohl sich der Konflikt im Nahen Osten in die vierte Woche zieht und keine Anzeichen einer Deeskalation in Sicht sind.

Der Krieg eskalierte am Wochenende, als US-Präsident Donald Trump dem Iran ein 48-Stunden-Ultimatum stellte, die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr wieder zu öffnen oder mit der Zerstörung seiner Energieinfrastruktur zu rechnen.

Die Islamische Revolutionsgarde (IRGC) des Iran erklärte als Reaktion, dass der Iran die Straße vollständig schließen werde, falls Trump seine Drohungen umsetzt.

Unterdessen berichtete die Jerusalem Post, dass die USA eine Bodenoperation zur Einnahme der iranischen Insel Kharg, einem wichtigen Ölhub, in Erwägung ziehen.

Diese Drohungen belasten weiterhin die Risikostimmung und stärken die Zuflüsse in sichere Häfen, wobei Investoren den US-Dollar (USD) – die Weltreservewährung – gegenüber traditionellen sicheren Anlagen wie dem japanischen Yen (JPY) und Gold bevorzugen.

Der weitere Anstieg des Währungspaars USD/JPY scheint jedoch aufgrund von Befürchtungen vor Interventionen der japanischen Behörden am Devisenmarkt nahe der Marke von 160,00 begrenzt zu sein.

Zusätzlich begrenzt der hawkische Zinssatz-Ausblick der Bank of Japan (BoJ) den Rückgang des japanischen Yen und bremst den Anstieg des Paares.

Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.

Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.

Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.

Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.

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