Das Währungspaar AUD/JPY zieht im frühen europäischen Handel am Freitag Käufer in die Nähe von 112,20 an. Der Australische Dollar gewinnt gegenüber dem Japanischen Yen (JPY) an Stärke aufgrund eines hawkischen Tons der Reserve Bank of Australia (RBA). Die australische Zentralbank erhöhte ihren Leitzins (Official Cash Rate, OCR) bei ihrer Sitzung im März am Dienstag um 25 Basispunkte (bps) auf 4,10 %. Dies markiert die zweite aufeinanderfolgende Zinserhöhung in diesem Jahr, nach einer Erhöhung um 25 Basispunkte im Februar.
RBA-Gouverneurin Michele Bullock erklärte während der Pressekonferenz, dass die Preise weiterhin zu hoch seien und der Vorstand sich Sorgen über Zweitrundeneffekte durch höhere Energiekosten mache, ausgelöst durch den Nahostkonflikt.
Andererseits könnten eskalierende Spannungen im US-israelischen Krieg mit Iran die Händler wieder zum JPY als traditionellem sicheren Hafen treiben. Der US-israelische Krieg mit Iran ist in die dritte Woche eingetreten, ohne Anzeichen eines Endes. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi versprach laut Bloomberg, „NULL Zurückhaltung“ zu zeigen, falls die Energieinfrastruktur des Landes erneut getroffen werde.
Im Tages-Chart ist die kurzfristige Tendenz von AUD/JPY bullisch, da der Kurs seine Aufwärtsbewegung deutlich oberhalb des steigenden 100-Tage exponentiellen gleitenden Durchschnitts (EMA) bei rund 106,60 fortsetzt und damit einen fest etablierten Aufwärtstrend bestätigt. Die jüngsten Kerzen halten sich in der oberen Hälfte der Bollinger-Band-Hülle, wobei das mittlere Band bei etwa 111,58 als dynamischer Pivotpunkt fungiert und anhaltenden Aufwärtsdruck anzeigt, ohne eine extreme Überdehnung. Der RSI bei 57,00 hat sich von zuvor überkauften Bereichen über 70 abgeschwächt, was darauf hindeutet, dass das Momentum positiv, aber weniger überdehnt ist, was eine Fortsetzung des Trends gegenüber einer bevorstehenden Umkehr begünstigt.
Die unmittelbare Unterstützung liegt am mittleren Bollinger-Band bei 111,58, wobei ein Bruch darunter den psychologischen Bereich von 111,00 freigeben würde, während ein tieferer Rückgang die Unterstützung am unteren Band bei derzeit rund 109,52 anvisieren würde. Auf der Oberseite entspricht der erste Widerstand dem jüngsten Hoch des oberen Bollinger-Bands bei etwa 113,65, gefolgt von der Region um 114,00 als nächstes Aufwärtsziel, falls die Bullen die Kontrolle zurückgewinnen. Solange die Tagesschlusskurse über 111,58 bleiben, bevorzugt die technische Struktur das Kaufen bei Rücksetzern innerhalb des vorherrschenden Aufwärtstrends.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.