
EUR/JPY handelt am Dienstag zum Zeitpunkt des Schreibens bei etwa 183,50, was einem Anstieg von 0,60% im Tagesverlauf entspricht, hauptsächlich begünstigt durch einen schwächeren japanischen Yen (JPY). Die Aufwärtsbewegung des Paares wird mehr durch die Schwäche der japanischen Währung als durch eine intrinsische Stärke des Euro (EUR) getrieben.
Nach Angaben der Mainichi Shimbun äußerte der japanische Premierminister Sanae Takaichi während eines Treffens am 16. Februar mit dem Gouverneur der Bank of Japan (BoJ), Kazuo Ueda, Bedenken hinsichtlich zusätzlicher Zinserhöhungen in naher Zukunft. Diese potenzielle Opposition gegen weitere Straffungen könnte den Zeitplan für die Normalisierung der Zentralbank komplizieren, da die Koordination mit der gestärkten Regierung sensibler wird. Kazuo Ueda erklärte seinerseits, dass die Diskussion umfassend wirtschaftliche und finanzielle Entwicklungen abdeckte und fügte hinzu, dass keine spezifischen geldpolitischen Anfragen gestellt wurden.
Diese Entwicklungen befeuern Spekulationen, dass die Bank of Japan einen vorsichtigeren Ansatz bei der Fortsetzung ihres Straffungszyklus verfolgen könnte. Dieser Ausblick belastet den japanischen Yen, der im Vergleich zu wichtigen Währungen an relativer Attraktivität verliert, was mechanisch den Anstieg von EUR/JPY unterstützt.
Unterdessen erklärte Japans Finanzministerin Satsuki Katayama, dass die Regierung das Urteil des US-Obersten Gerichtshofs zu Zöllen sorgfältig prüfen werde, während sie die stetige Umsetzung des japanischen Investitionspakets in Richtung Vereinigte Staaten (US) bestätigte. Sie wies auch darauf hin, dass die US-Zölle auf Automobile bestehen bleiben, was ein gewisses Maß an Unsicherheit im Handelsbereich aufrechterhält.
Auf europäischer Seite richtet sich die Marktaufmerksamkeit nun auf die Veröffentlichung des vorläufigen Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) für Deutschland im Februar am Freitag. Es wird erwartet, dass die Daten einen Anstieg von 0,5% im Monatsvergleich zeigen, nach einem Rückgang von 0,1% im Januar, während die jährliche Inflation unverändert bei 2,1% gesehen wird. Der potenzielle Einfluss dieser Zahlen auf den geldpolitischen Ausblick dürfte jedoch begrenzt bleiben, da der Preisdruck bereits nahe dem Ziel von 2% verläuft.
Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, deutete auch am Montag während einer Konferenz an, dass unter den aktuellen Umständen keine Anpassung der Geldpolitik erforderlich zu sein scheint, und erklärte, dass die Eurozone „gut aufgestellt“ sei. Diese Botschaft deutet auf eine abwartende Haltung der Zentralbank hin, wodurch die kurzfristige Dynamik von EUR/JPY weitgehend von Veränderungen der Erwartungen bezüglich der Geldpolitik der Bank of Japan und der Entwicklung des japanischen Yens abhängt.
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Euro (EUR) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Euro war am stärksten gegenüber dem Japanischer Yen.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | 0.06% | 0.00% | 0.67% | 0.04% | 0.10% | -0.04% | -0.09% | |
| EUR | -0.06% | -0.06% | 0.61% | -0.02% | 0.04% | -0.12% | -0.15% | |
| GBP | -0.00% | 0.06% | 0.67% | 0.03% | 0.10% | -0.06% | -0.08% | |
| JPY | -0.67% | -0.61% | -0.67% | -0.61% | -0.55% | -0.72% | -0.73% | |
| CAD | -0.04% | 0.02% | -0.03% | 0.61% | 0.06% | -0.11% | -0.12% | |
| AUD | -0.10% | -0.04% | -0.10% | 0.55% | -0.06% | -0.17% | -0.19% | |
| NZD | 0.04% | 0.12% | 0.06% | 0.72% | 0.11% | 0.17% | -0.02% | |
| CHF | 0.09% | 0.15% | 0.08% | 0.73% | 0.12% | 0.19% | 0.02% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Euro aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als EUR (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.