
GBP/USD verbrachte den Montag damit, sich im Kreis zu drehen, während die Marktteilnehmer auf einen neuen Katalysator warten, um das Paar aus seiner jüngsten Spanne zu befreien. Die Entscheidung der BoE im Februar kam mit einer überraschend dovishen Abstimmung von 5-4, und die Verbraucherpreisindexdaten (CPI) aus dem Vereinigten Königreich in der letzten Woche zeigten, dass die Inflation auf 3,0 % zurückging, was die Argumentation für frühere Zinssenkungen verstärkt, wobei die meisten Ökonomen nun auf April oder März für den nächsten Schritt blicken. Auf der US-Seite hält die Fed die Zinsen bei 3,50 % bis 3,75 %, und der CPI-Wert von Januar bei 2,4 % unterstützt einen geduldigen Ansatz, obwohl die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs, die IEEPA-Zölle am vergangenen Freitag aufzuheben, und Trumps schnelle Wendung zu einem globalen Zoll von 15 % gemäß Abschnitt 122 neue Unsicherheit in die Inflations- und Wachstumsprognosen gebracht haben. Das neue Zollregime trübt auch den Status des bestehenden Handelsabkommens des Vereinigten Königreichs mit den USA und fügt eine politische Risikokomponente für das Pfund Sterling hinzu. Eine umfangreiche Reihe von Rednern der Fed am Dienstag, darunter die Gouverneure Waller und Cook, wird genau beobachtet, um mögliche Änderungen im Ton zu erkennen.
Auf dem Tages-Chart schloss GBP/USD am Montag weitgehend unverändert, stieg um lediglich 0,04 % und pendelte sich nahe 1,3495 in einer richtungslosen Sitzung ein. Das Paar handelt knapp unter dem 50-Tage-Exponential Moving Average (EMA) bei 1,3523, nachdem es während des Rückzugs vom Januar-Hoch bei 1,3869 darunter gefallen ist, während der 200-Tage-EMA bei 1,3371 darunter bleibt. Die breitere Struktur zeigt eine Korrektur vom Swing-Hoch bei 1,3869, wobei das Paar ungefähr die Hälfte des Anstiegs vom Dezember-Tief nahe 1,3287 zurückgibt. Der Stochastische Oszillator hat bärisch gekreuzt und dringt in den überverkauften Bereich vor, was darauf hindeutet, dass der Verkaufsdruck aus dem Rückzug im Februar möglicherweise dem Ende entgegengeht. Jüngste Kerzen zeigen kleine Körper und überlappende Spannen nahe 1,3500, was mit einem Markt übereinstimmt, der nach einer Richtung sucht. Die unmittelbare Unterstützung liegt beim Sitzungstief von 1,3475 und dann bei 1,3371 am 200-Tage-EMA, während der Widerstand bei 1,3527 (50-Tage-EMA) und dann bei 1,3600 liegt; eine Rückeroberung des 50-Tage-EMA wäre das erste Zeichen einer Stabilisierung, während ein Bruch unter 1,3371 die Struktur bärisch verschieben würde.

Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.