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Kanadischer Dollar gewinnt, da die Ölpreise aufgrund der Schließung der Straße von Hormuz steigen

FXStreetMar 12, 2026 1:58 AM
  • Der Kanadische Dollar erhält Unterstützung durch höhere Ölpreise angesichts der effektiven Schließung der Straße von Hormuz.
  • Der WTI-Preis stieg, da die sich verknappenden Lieferungen durch den Iran-Konflikt die koordinierten Notfallreserven der großen Volkswirtschaften überwogen.
  • Der US-Dollar bleibt fest, da steigende Energiepreise die Inflationsrisiken erhöhen und die Erwartungen an Zinssenkungen der Fed verringern.

USD/CAD verliert die kürzlich im vorherigen Handel verzeichneten Gewinne und notiert während der asiatischen Handelsstunden am Donnerstag bei etwa 1,3580. Das Paar wertet ab, da der rohstoffgebundene Kanadische Dollar (CAD) Unterstützung erhielt, nachdem die effektive Schließung der Straße von Hormuz Kanada als zuverlässigen Energielieferanten für die Vereinigten Staaten im Zuge des Iran-Konflikts hervorgehoben hat.

Der Preis für West Texas Intermediate (WTI)-Öl setzt seine Gewinne zum dritten Mal in Folge fort und notiert zum Zeitpunkt des Schreibens bei etwa 91,60 USD. Die Ölpreise steigen, da die Aussicht auf einen langwierigen Iran-Krieg die koordinierte Freigabe von Ölreserven durch große Volkswirtschaften überschattet. Die Märkte betrachteten die Notfallölfreigabe auch als unzureichend, selbst nachdem die IEA der größten jemals durchgeführten Freigabe von 400 Millionen Barrel Öl zugestimmt hatte.

Die Islamische Revolutionsgarde Irans (IRGC) gab bekannt, dass sie eine gemeinsame Operation mit der Hisbollah im Libanon gegen Ziele in Israel, Jordanien und Saudi-Arabien gestartet hat. Das Innenministerium von Bahrain erklärte am Donnerstag, dass Iran Treibstofftanks in einer Anlage in der Provinz Muharraq, einer der vier Verwaltungsregionen Bahrains, ins Visier genommen hat.

Dennoch könnte der Abwärtstrend des USD/CAD-Paares begrenzt sein, da der US-Dollar (USD) stärker bleibt, da steigende Energiepreise die inflationsbedingten Risiken erhöhten und die Wahrscheinlichkeit von Zinssenkungen durch die Federal Reserve (Fed) verringerten.

Der am Mittwoch veröffentlichte Verbraucherpreisindex (CPI) der USA für Februar zeigte einen Anstieg der Inflation um 0,3 % im Monatsvergleich (MoM) und 2,4 % im Jahresvergleich (YoY), was weitgehend im Einklang mit den Markterwartungen steht. Der Kern-CPI, der Lebensmittel und Energie ausschließt, stieg um 0,2 % MoM und 2,5 % YoY.

Die relativ stabilen Inflationszahlen verringerten die Ängste vor einem plötzlichen Anstieg des Preisdrucks und verstärkten die Erwartungen, dass die Federal Reserve die Zinssätze kurzfristig stabil halten könnte. Analysten weisen darauf hin, dass der jüngste CPI-Bericht die kürzliche Preissteigerung bei Öl, die durch geopolitische Entwicklungen verursacht wurde, noch nicht vollständig widerspiegelt. Die persönlichen Konsumausgaben (PCE) der USA werden am Freitag im Fokus stehen.

Kanadischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.

Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.

Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.

Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.

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