
Das Paar AUD/USD zieht während der asiatischen Sitzung am Donnerstag einige Verkäufer an und scheint vorerst eine vier Tage andauernde Gewinnserie zu beenden, die es auf den höchsten Stand seit Juni 2022, rund um die 0,7185-Region, gebracht hat, die am Vortag erreicht wurde. Die Kassakurse erholen sich jedoch um einige Pips von ihrem Tageslow und handeln derzeit knapp unter der Marke von 0,7100, was einem Rückgang von etwa 0,10% für den Tag entspricht.
Während der US-israelische Krieg gegen den Iran andauert, steigen die Rohölpreise um über 6% als Reaktion auf Berichte, dass zwei Tanker im nördlichen Persischen Golf nahe Irak und Kuwait angegriffen wurden. Dies verstärkt die Sorgen über Versorgungsunterbrechungen aus dem Nahen Osten und dämpft die Risikobereitschaft der Investoren, was die Nachfrage nach dem sicheren Hafen US-Dollar (USD) erhöht und einige Gewinnmitnahmen rund um das AUD/USD-Paar auslöst.
Unterdessen berichtete das US Bureau of Labor Statistics am Mittwoch, dass der Verbraucherpreisindex (CPI) im Februar um 0,2% im Monatsvergleich gestiegen ist und die jährliche Rate bei 3,1% stabil blieb. Dies deutet auf Anzeichen eines moderaten Preisanstiegs in den USA hin, obwohl die neuesten geopolitischen Entwicklungen die Inflationsprognose bedrohen. Dies löst einen neuen Anstieg der Renditen von US-Staatsanleihen aus und stützt den USD weiter.
Das gesagt, wirkt die hawkische Haltung der Reserve Bank of Australia (RBA) als Rückenwind für den Australischen Dollar (AUD) und begrenzt die Verluste des AUD/USD-Paares. Tatsächlich warnte der stellvertretende Gouverneur der RBA, Andrew Hauser, am Dienstag, dass der Anstieg der Ölpreise die Inflation in die Höhe treiben und den Druck auf eine Zinserhöhung erhöhen würde. Die Händler waren schnell dabei, die Erwartungen für eine zweite Zinserhöhung bereits in der nächsten Woche vorzuverlegen.
Zusätzlich berichtete das Melbourne Institute, dass die Verbraucherinflationserwartung Australiens für März 2025 im Februar auf 5,2% gestiegen ist, was den höchsten Stand seit Juli 2023 markiert. Darüber hinaus sind im Markt 58 Basispunkte (bps) an Straffungen für dieses Jahr eingepreist. Dies begünstigt die Aussie-Bullen und rechtfertigt Vorsicht, bevor man sich für einen nennenswerten korrigierenden Rückgang des AUD/USD-Paares positioniert.
Die vom Melbourne Institute veröffentlichte Verbraucherpreiserwartung zeigt auf, wie Verbraucher die Inflation in den kommenden 12 Monaten einschätzen. Je höher diese Erwartungen ausfallen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die RBA die Zinsen anhebt. Daher wird ein hoher Wert als positiv bzw. bullisch für den AUD gewertet, während niedrige Erwartungen als negativ bzw. bärisch angesehen werden.
Mehr lesenLetzte Veröffentlichung: Do März 12, 2026 00:00
Häufigkeit: Monatlich
Aktuell: 5.2%
Prognose: -
Vorher: 5%
Quelle: University of Melbourne