
Das Währungspaar USD/CAD findet am Montag etwas Unterstützung im Bereich von 1,3645 und scheint vorerst den Rückgang der letzten Woche aus der Nähe des monatlichen Hochs gestoppt zu haben. Die Kassakurse kämpfen jedoch darum, nennenswerte positive Impulse zu gewinnen und handeln im frühen europäischen Handel unterhalb der Marke von 1,3700.
Der US-Dollar (USD) startet die neue Woche schwächer und zieht sich weiter von seinem höchsten Stand seit Januar zurück, da die neuen globalen Zölle von 15% des US-Präsidenten Donald Trump eine neue Welle des sogenannten 'Sell America'-Handels auslösen. Dies wirkt sich wiederum als Gegenwind für das Währungspaar USD/CAD aus. In der Zwischenzeit bewegen sich die Rohölpreise von einem über sechsmonatigen Hoch zurück, angesichts von Bedenken über die wirtschaftlichen Folgen des Handelskriegs und dessen Auswirkungen auf den Kraftstoffverbrauch, was den rohstoffgebundenen Loonie untergräbt und als Rückenwind für die Kassapreise wirkt.
Aus technischer Sicht hat das Währungspaar USD/CAD Schwierigkeiten, über der Marke von 1,3700 Akzeptanz zu finden, und die wiederholten Fehlschläge in der Nähe dieser Marke stellen die Bildung eines bärischen Doppeltop-Musters im Tageschart dar. Darüber hinaus neigt der 200-periodische Simple Moving Average (SMA) auf dem 4-Stunden-Chart bei 1,3718 nach unten und verstärkt die Abwärtsneigung. Die Kassapreise halten sich unter diesem Maßstab, der Rückgänge als dynamischen Widerstand begrenzt.
In der Zwischenzeit liegt die Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Linie unterhalb der Signallinie in der Nähe der Nulllinie, während das Histogramm im negativen Bereich vertieft wird, was auf ein sich verstärkendes bärisches Momentum hindeutet. Der Relative Strength Index (RSI) liegt bei 49 (neutral), rutscht knapp unter die Mittellinie und deutet auf nachlassende Nachfrage hin. Eine Erholung über den 200-periodischen SMA würde den Druck verringern, während das Versagen, ihn zurückzuerobern, die Verkäufer in Kontrolle halten würde.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.
Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.
Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.
Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.