
Der Silberpreis (XAG/USD) setzt seine Gewinnserie am vierten aufeinanderfolgenden Tag fort und handelt während der asiatischen Handelsstunden am Montag um 87,10 USD pro Feinunze. Die Nachfrage nach sicheren Anlagen für Edelmetalle, einschließlich Silber, hat zugenommen, da die Zollunsicherheit die Märkte weiterhin verunsichert.
Nach einer Entscheidung des US-Höchstgerichts, die umfassende Zollbefugnisse aufhob, kritisierte US-Präsident Donald Trump die Richter scharf und beschloss, einen vorübergehenden globalen Zoll von 15% auf Importe zu erheben, was die Handelsbedenken unter den Investoren verstärkte.
Trumps Kommentare kamen, nachdem das Gericht entschieden hatte, dass seine umfangreiche Nutzung von Notstandsbefugnissen zur Erhebung reziproker Zölle rechtswidrig war, was seine einseitige Handelsautorität einschränkt. Trotz des Rückschlags erklärte er, dass die neuen Zölle sofort in Kraft treten würden, und deutete an, dass möglicherweise noch weitere Abgaben folgen könnten, was die Unsicherheit hoch hält.
Die Auswirkungen haben internationale Verhandlungen erschüttert. Indien hat geplante Handelsgespräche mit den Vereinigten Staaten (US) aufgrund der Unsicherheit über das Zollurteil des Obersten Gerichts und Trumps Zollmaßnahmen verschoben, was den Fortschritt in Richtung eines vorläufigen Handelsabkommens verzögert. In der Zwischenzeit überprüfen europäische Beamte zukünftige Handelsverpflichtungen im Lichte des regulatorischen Wandels, und einige Partner suchen Klarheit darüber, wie bestehende Vereinbarungen Bestand haben werden.
Silber hat sichere Zuflüsse angezogen, da Investoren Risiken meiden, während die Handels Spannungen und breitere wirtschaftliche Bedenken zunehmen. Silber wurde insbesondere aufgrund seiner doppelten Rolle als industrielles und defensives Asset unterstützt.
Geopolitischer Stress aus dem Nahen Osten trägt zur Risikoaversion bei. Während die diplomatischen Bemühungen zwischen den USA und dem Iran fortgesetzt werden, hat Trump erklärt, dass begrenzte militärische Angriffe auf den Iran in Betracht gezogen werden, falls die Verhandlungen nicht die nuklearen Ambitionen Teherans eindämmen, was die Nachfrage nach sicheren Anlagen weiter anheizt.