
Das Paar USD/CAD verzeichnet moderate Gewinne um 1,3660 während der frühen europäischen Sitzung am Montag. Händler wägen gemischte kanadische Beschäftigungsdaten für Januar ab. Wichtige US-Arbeitsmarktdaten werden später am Mittwoch im Fokus stehen.
Der stellvertretende Vorsitzende der Federal Reserve (Fed), Philip Jefferson, erklärte am Freitag, dass die aktuellen Zinssätze "ungefähr im neutralen Bereich" liegen, da sich der Arbeitsmarkt stabilisiert und die Politik gut positioniert ist, um Risiken zu bewältigen, und betonte, dass zukünftige Maßnahmen datenabhängig sein werden. Unterdessen sagte die Präsidentin der San Francisco Fed, Mary Daly, dass sie denkt, dass ein oder zwei weitere Zinssenkungen erforderlich sein könnten, um auf den schwächelnden Arbeitsmarkt zu reagieren.
Händler werden am Montag weitere Hinweise aus den Reden von Fed-Beamten, darunter Christopher Waller, Stephen Miran und Raphael Bostic, aufnehmen. Jede dovishe Äußerung von Entscheidungsträgern könnte den Greenback gegenüber dem CAD kurzfristig belasten.
Die Aufmerksamkeit wird am Mittwoch auf den US-Beschäftigungsbericht für Januar gerichtet, um einige Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der Fed zu erhalten. Der Bericht wurde aufgrund eines vier Tage dauernden teilweisen Regierungsstillstands, der Anfang Februar endete, von letzter Woche verschoben. Die Märkte prognostizieren, dass die US-Wirtschaft im Januar 70.000 Arbeitsplätze schaffen wird, während die Arbeitslosenquote im gleichen Zeitraum voraussichtlich unverändert bei 4,4% bleibt.
Was den Loonie betrifft, berichtete Statistics Canada am Freitag, dass Kanada im Januar unerwartet 24.800 Arbeitsplätze verlor, wobei alle Verluste Teilzeitstellen betrafen. Dennoch fiel die Arbeitslosenquote in Kanada auf 6,5%, das niedrigste Niveau seit September 2024, was besser ist als die Erwartungen von 6,8%. Dieser Bericht hat das Abwärtsrisiko für Kanadas Wachstum und geldpolitischen Ausblick verringert und die Erwartungen an aggressive Zinssenkungen der Bank of Canada (BoC) eingeengt. Dies könnte wiederum den CAD stützen und dem Paar Gegenwind verleihen.
Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.
Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.
Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.
Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.