
Das Paar USD/JPY zieht während der frühen asiatischen Sitzung am Montag einige Käufer um 157,45 an. Der japanische Yen (JPY) schwächt sich gegenüber dem US-Dollar (USD) ab, nachdem die regierende Liberaldemokratische Partei (LDP) Japans bei der Wahl zum Unterhaus am Sonntag eine absolute Mehrheit gewonnen hat, was den Weg für mehr fiskalische Anreize durch Premierministerin Sanae Takaichi ebnet.
Die von Takaichis LDP geführte Koalition hat laut von der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt NHK zusammengestellten Zahlen 352 der 465 Sitze im japanischen Repräsentantenhaus gewonnen, wobei die LDP allein eine Mehrheit von 316 Sitzen sicherte. Takaichis Versprechen, die Gespräche über die Senkung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel zu beschleunigen, wirft Bedenken auf, wie Japan ihre Pläne zur Erhöhung der Verteidigungs- und anderen Ausgaben finanzieren wird. Dies wiederum übt Verkaufsdruck auf den JPY aus und sorgt für Rückenwind für das Paar.
Andererseits könnte eine Intervention der japanischen Behörden helfen, die Verluste des japanischen Yens zu begrenzen. Finanzministerin Satsuki Katayama sagte am Sonntag, dass sie bei Bedarf am Montag mit den Märkten kommunizieren werde, nach einem historischen Wahlsieg für Takaichi. Katayama betonte, dass sie in engem Kontakt mit US-Finanzminister Scott Bessent stehe, um die Stabilität der Paarbewegung aufrechtzuerhalten.
Händler werden die verzögerte Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts für Januar, die am Mittwoch fällig ist, genau beobachten. Es wird erwartet, dass die US-Wirtschaft im Januar 70.000 neue Arbeitsplätze schafft, während die Arbeitslosenquote im gleichen Zeitraum voraussichtlich unverändert bei 4,4% bleibt.
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.