
Das Paar EUR/USD handelt am Freitag während der frühen europäischen Handelsstunden im positiven Bereich um 1,1755. Die Europäische Zentralbank (EZB) ließ die Zinsen bei ihrer Sitzung im Dezember unverändert, und der Ausblick deutete auf weniger Dringlichkeit für weitere Senkungen hin, was dem Euro (EUR) gegenüber dem US-Dollar (USD) etwas Unterstützung gegeben hat.
EZB-Präsidentin Christine Lagarde betonte einen datengestützten, "Sitzung für Sitzung" Ansatz. Sie erklärte weiter, dass die Zentralbank sich nicht auf einen zukünftigen Zinspfad festlegt, obwohl einige Ökonomen erwarten, dass die Zinsen bis 2026 stabil bleiben.
Auf Seiten des USD könnte die Erwartung, dass US-Präsident Donald Trump einen dovishen Nachfolger für Fed-Vorsitzenden Jerome Powell, dessen Amtszeit im Mai endet, benennen wird, den Greenback nach unten ziehen und dem wichtigen Paar Rückenwind verschaffen. Trump äußerte, dass er erwartet, dass der nächste Fed-Vorsitzende die Zinsen niedrig hält und niemals mit ihm "nicht einverstanden" ist. Diese Kommentare dürften die Sorgen unter Investoren und Entscheidungsträgern über die Unabhängigkeit der Fed verstärken.
Im Tages-Chart handelt EUR/USD bei 1,1755. Der 100-Tage-EMA steigt auf 1,1635, und der Preis hält sich darüber, was die mittelfristige bullische Tendenz bewahrt. Der RSI steigt auf 59,8 und bestätigt das verbesserte Momentum ohne überkaufte Bedingungen. Das Halten über dem EMA würde den Aufwärtstrend intakt halten.
Der Preis liegt über dem Bollinger-Mittelband bei 1,1738, während sich die Bänder verengen, was auf eine reduzierte Volatilität nach der jüngsten Erholung hinweist. Das obere Band bei 1,1820 begrenzt vorerst die Oberseite, und ein täglicher Schlusskurs darüber könnte die Gewinne ausweiten; ein Rückfall unter das Mittelband würde das untere Band nahe 1,1655 exponieren. Insgesamt begünstigen Momentum- und Trendindikatoren das Kaufen von Rücksetzern, bis die Volatilität zunimmt.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst)
Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.
Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.
Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.
Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.
Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.