Uber bot 33 € pro Aktie für Delivery Hero, Investoren fordern jedoch mehr als 40 €
Delivery Hero erhielt am Samstag ein Übernahmeangebot von Uber. Das Angebot bewertet das deutsche Essenslieferunternehmen mit 33 Euro pro Aktie, umgerechnet etwa 38,29 US-Dollar.
Das Angebot liegt unter den Erwartungen der Aktionäre. Es liegt etwa 1,76 % unter dem Schlusskurs der Delivery Hero-Aktie vom Freitag.
Uber ist nun größter Aktionär von Delivery Hero. Der Fahrdienstvermittler erhöhte seinen Anteil kürzlich von 7 % auf 19,5 %. Dieser Anteil hat einen Wert von rund 1,7 Milliarden Euro.
Uber ist jedoch nicht der einzige Interessent. Laut Financial Times hat auch DoorDash Gespräche mit Investoren von Delivery Hero geführt. DoorDash ist vor allem am Nahost-Geschäft interessiert, zu dem Talabat und HungerStation gehören. Mehrere Investoren haben sowohl Uber als auch DoorDash mitgeteilt, dass sie mehr als 40 Euro pro Aktie (rund 46,41 US-Dollar) fordern.
Der Vorstand von Delivery Hero prüft seine Optionen
Der Vorstand erwägt zwei Optionen: Entweder das gesamte Unternehmen an einen Käufer zu verkaufen oder die Geschäfte im Nahen Osten und in Südkorea zwischen den beiden Unternehmen aufzuteilen.
Sie lassen sich Zeit, um die Strategie abzuschließen, und haben keine weiteren Informationen über Ubers Angebot mitgeteilt.
Delivery Hero steht nicht besonders gut da. CEO Niklak Oestberg trat letzte Woche zurück, und Großaktionäre drängen auf eine strategische Neuausrichtung.
Die mögliche Übernahme durch Delivery Hero hat den Aktienkurs von Uber belastet
Die Uber-Aktien, die ohnehin schon angeschlagen waren, gaben nach Bekanntwerden des möglichen Deals um weitere 1,6 % nach. Zum Handelsschluss lagen sie 1,5 % im Minus. Insgesamt hat die Aktie in diesem Jahr 11 % und in den letzten zwölf Monaten 17 % an Wert verloren.
Analysten geben das Unternehmen jedoch nicht auf, da sich die Geschäftsentwicklung besser zu entwickeln scheint als der Aktienkurs. Der Umsatz im ersten Quartal belief sich auf 13,2 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 14 % gegenüber dem Vorjahr. Die Plattformbuchungen erreichten 53,7 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg um 25 %. Uber erzielte einen Gewinn von 72 Cent pro Aktie und übertraf damit die Analystenschätzung von 69 Cent. BMO Capital Markets bestätigte am 21. Mai seine Kaufempfehlung.
Dennoch ist ein Abschluss nicht garantiert. Beide Unternehmen könnten vom Deal zurücktreten. Auch die Regulierungsbehörden könnten ihn blockieren, berichtete die Financial Times.
Ubers Bestrebungen, eine vollständige Reiseplattform zu werden
berichtete Cryptopolitan Uber stellte auf seinem Go-Get-Event in New York vor der Veröffentlichung der Geschäftszahlen mehrere neue Funktionen vor. Das Unternehmen kooperierte mit Expedia und integrierte Hotelbuchungen für über 700.000 Unterkünfte weltweit. Nutzer können so Fahrten und Unterkünfte in einer einzigen App buchen.
Zu den weiteren Neuerungen gehörten ein Reisemodus für lokale Empfehlungen und Restaurantreservierungen sowie die Buchung per Sprachbefehl über einen KI-Assistenten.
Das Unternehmen führte außerdem „Shop for Me“ ein, mit dem Kunden Artikel aus jedem beliebigen Geschäft in der Nähe bestellen können, sowie „Eats for the Way“ in ausgewählten Städten. Bei diesem Service liefern Uber Black-Fahrzeuge vorbestellten Kaffee oder Snacks an.
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