JPMorgan warnt: Deleveraging am US-Aktienmarkt noch nicht abgeschlossen, könnte Performance von Tech-Aktien in kommenden Monaten weiterhin belasten
JPMorgan warnt, dass der seit Juni andauernde Deleveraging-Prozess bei US-Aktien den Markt weiter belastet. Die durch KI-Euphorie befeuerte Nutzung von gehebelten ETFs, Optionen und Margin-Konten führt nun zu einem Risikoabbau. Trotz gesunkener Volumina bei gehebelten Produkten bleibt die Margin-Verschuldung auf historisch hohem Niveau, was bei Volatilität Margin Calls und Zwangsverkäufe provozieren könnte. Das Aufwärtspotenzial bleibt durch diesen Druck begrenzt; Sektoren wie Halbleiter reagieren besonders empfindlich. Technisch zeigt der Nasdaq durch sukzessive niedrigere Höchststände ein nachlassendes Momentum und droht, die Unterstützungsmarke bei 25.000 Punkten zu testen.

TradingKey - JPMorgan ( JPM) warnte in seinem jüngsten Bericht, dass der von US-Investoren seit Juni initiierte Deleveraging-Prozess nach wie vor andauert und dass bei gehebelten Aktien-ETFs, an den Optionsmärkten sowie auf Margin-Konten weiterhin Spielraum für einen weiteren Abbau von Risikopositionen besteht, was in den kommenden Monaten einen erheblichen Gegenwind für die US-amerikanischen und globalen Aktienmärkte darstellen könnte.
Das Team unter der Leitung des Strategen Nikolaos Panigirtzoglou wies darauf hin, dass die vorangegangene, von künstlicher Intelligenz und Halbleitern getriebene Rallye eine Vielzahl von Anlegern angelockt habe, die Fremdkapital, Optionen und gehebelte ETFs nutzten, um Renditen hinterherzujagen. Als sich jedoch die Volatilität bei Chip-Aktien verstärkte, mussten einige hochgradig gehebelte Positionen zwangsliquidiert werden, und der Markt vollzieht nun einen Übergang von einer risikofreudigen Expansionsphase hin zum Deleveraging.
Dem Bericht zufolge ist das verwaltete Vermögen gehebelter ETFs auf Speicherchip-Aktien seit dem Höchststand im Juni um rund 34 % gesunken, während das Gesamtvolumen gehebelter Aktien-ETFs um etwa 13 % zurückging. JPMorgan geht jedoch davon aus, dass es bei anhaltend hoher Volatilität und Seitwärtsbewegungen an den Märkten etwa drei Monate dauern könnte, bis das Volumen der entsprechenden Produkte im Verhältnis zu den Basiswerten wieder das normale Niveau von vor April erreicht.
Auch der Optionsmarkt signalisiert ein Nachlassen der Risikofreude. Das Kaufvolumen von Call-Optionen durch US-Privatanleger näherte sich am 5. Juni mit fast 14 Millionen Kontrakten den zyklischen Höchstständen vom Oktober 2025 und November 2021, nach denen Technologieaktien jeweils mehrmonatige Korrekturen erlebten. Ein Rückgang der Nachfrage nach Call-Optionen könnte zudem die Aktienkäufe von Market Makern zur Risikoabsicherung verringern und somit einen entscheidenden Kapitaltreiber für die Kursgewinne von Technologieaktien schwächen.
Darüber hinaus ist die Kreditaufnahme auf Margin-Konten zwar leicht zurückgegangen, verharrt jedoch weiterhin auf historischen Höchstständen. Sollten die Aktienmärkte weiter fallen oder die Kosten für Eigenkapitalfinanzierungen weiter steigen, könnten Investoren gezwungen sein, Bestände zu veräußern, um Nachschussforderungen (Margin Calls) nachzukommen, was die Marktvolatilität zusätzlich verstärken würde. Daten zeigen, dass das Volumen der von Banken für den Aktienhandel bereitgestellten Repo-Finanzierungen zuvor die Marke von 220 Milliarden US-Dollar überschritten hatte, was die starke Abhängigkeit des Marktes von gehebelten Mitteln verdeutlicht.
JPMorgan geht davon aus, dass sich verbessernde Unternehmensgewinne und ein nachlassender Inflationsdruck die wichtigsten Aktienindizes stützen könnten, der Deleveraging-Druck jedoch bedeutet, dass das Aufwärtspotenzial bei Markterholungen begrenzt sein dürfte. Da die Positionen der Anleger kurzfristig stark in den Bereichen Halbleiter, KI und hoch bewerteten Wachstumsaktien konzentriert sind, reagieren diese Sektoren auch empfindlicher auf den Abzug von gehebeltem Kapital. Infolgedessen könnten US-Aktien in den kommenden Monaten weiterhin eine Konsolidierung der Indizes auf hohem Niveau bei gleichzeitig erhöhter Volatilität in einzelnen Sektoren aufweisen.

Tageschart des Nasdaq-Index, Quelle: TradingView
Mit Blick auf den Tageschart des Nasdaq-Index hat sich der Index nach dem Erreichen eines Allzeithochs von 27.190 Punkten im Juni zuletzt weiter korrigiert. Obwohl es in diesem Zeitraum zu Erholungsbewegungen kam, markierten diese sukzessive niedrigere Höchststände, was auf ein nachlassendes bullisches Momentum am Markt hindeutet. Zudem steht der Nasdaq-Index seit Juli unterhalb der Widerstandsmarke von 26.300 Punkten unter Druck und scheiterte mehrfach an einem Ausbruch nach oben, was das bullische Momentum des Marktes weiter dämpfte.
Derzeit könnte der Nasdaq die Unterstützung bei der Marke von 25.000 Punkten weiter nach unten testen. Sollte diese Unterstützung fallen, könnte der Nasdaq weiter in Richtung der Unterstützungsmarke von 24.150 Punkten zurückfallen.
Dieser Inhalt wurde KI-übersetzt und von Menschen überprüft. Er dient nur zu Referenz- und Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.
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