Jährliche VPI-Inflation in Deutschland sinkt im Mai auf 2,6% ggü. 2,8% erwartet
- Die jährliche VPI-Inflation in Deutschland ist im Mai schneller als erwartet zurückgegangen.
- EUR/USD handelt weiterhin in einem engen Kanal um 1,1650.
Die jährliche Inflation in Deutschland, gemessen an der Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI), verringerte sich in der Schnellschätzung für Mai auf 2,6 % von 2,9 % im April. Dieser Wert lag unter der Markterwartung von 2,8 %. Auf Monatsbasis sank der VPI um 0,2 % nach einem Anstieg von 0,6 % im April.
Der Harmonisierte Verbraucherpreisindex, der von der Europäischen Zentralbank (EZB) bevorzugte Inflationsindikator, fiel auf Monatsbasis um 0,1 % und stieg auf Jahresbasis um 2,7 %. Beide Werte lagen unter den Schätzungen der Analysten.
Marktreaktion
EUR/USD zeigte keine unmittelbare Reaktion auf diese Zahlen und wurde zuletzt nahezu unverändert bei 1,1645 gehandelt.
Inflation - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Inflation misst die Preissteigerung eines repräsentativen Warenkorbs von Gütern und Dienstleistungen. Der Anstieg wird in der Regel als prozentuale Veränderung zum Vorjahresmonat oder Vorquartal ausgewiesen. Die Kerninflation, die volatile Güter wie Lebensmittel und Energie ausschließt, ist der Maßstab, an dem sich Zentralbanken orientieren, um Preisstabilität zu gewährleisten.
Der Verbraucherpreisindex (CPI) misst die Preisentwicklung eines Warenkorbs von Gütern und Dienstleistungen über einen bestimmten Zeitraum. Er wird in der Regel als prozentuale Veränderung im Vergleich zum Vormonat (MoM) und zum Vorjahresmonat (YoY) ausgedrückt. Der Kern-CPI, der volatile Komponenten wie Lebensmittel und Energie ausschließt, steht im Fokus der Zentralbanken. Wenn der Kern-CPI über 2 % steigt, führt dies in der Regel zu Zinserhöhungen, und umgekehrt, wenn er unter 2 % fällt. Höhere Zinssätze sind in der Regel positiv für eine Währung, da sie zu Kapitalzuflüssen führen.
Entgegen der Intuition kann hohe Inflation den Wert einer Währung steigern, da Zentralbanken in der Regel die Zinsen erhöhen, um die Inflation zu bekämpfen. Dies lockt internationale Investoren an, die von höheren Renditen profitieren möchten.
Gold galt lange als sicherer Hafen in Zeiten hoher Inflation, da es seinen Wert behielt. In jüngerer Zeit hat sich dies jedoch verändert. Zwar wird Gold in Krisenzeiten nach wie vor als sicherer Hafen genutzt, doch hohe Inflation führt oft dazu, dass Zentralbanken die Zinssätze anheben. Dies belastet Gold, da höhere Zinsen die Opportunitätskosten für das Halten von Gold im Vergleich zu zinsbringenden Anlagen erhöhen. Niedrigere Zinsen hingegen machen Gold wieder attraktiver.
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