Tesla liefert im zweiten Quartal 480.000 Fahrzeuge aus, doch BYD behält die globale Krone bei Elektrofahrzeugen
Tesla (NASDAQ: TSLA) übertraf die Verkaufserwartungen der Wall Street und lieferte im zweiten Quartal 2026 480.126 Fahrzeuge aus.
Der Elektroautohersteller lieferte 74.000 Einheiten mehr aus als erwartet, konnte BYD aber dennoch nicht übertreffen. Diese relative Underperformance könnte mit ein Grund dafür sein, dass der Aktienkurs des Elektroautoherstellers den positiven Nachrichten aus dem eigenen Bericht nicht folgen konnte.
Kaufen Kunden die Elektrofahrzeuge von Tesla?
Tesla (NASDAQ: TSLA) lieferte im zweiten Quartal 2026 480.126 Fahrzeuge aus, 25 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Wall Street hatte hingegen nur mit rund 406.000 ausgelieferten Fahrzeugen gerechnet. Das Unternehmen übertraf die Prognose um etwa 74.000 Fahrzeuge.
Teslas Model 3 und Model Y machten mit 467.762 ausgelieferten Einheiten den größten Teil der Verkäufe aus. Andere Modelle, darunter der Cybertruck und die höherwertigen Modelle S und X, erreichten lediglich 12.364 Einheiten.
Das Unternehmen produzierte im Quartal nur 451.758 Fahrzeuge, was bedeutet, dass etwa 28.000 der ausgelieferten Fahrzeuge aus dem bestehenden Lagerbestand stammten.
Im ersten Quartal 2026 lieferte Tesla 358.023 Fahrzeuge aus. Diese Zahlen des zweiten Quartals bedeuten einen Anstieg von 34 % innerhalb von nur drei Monaten. Nur drei Quartale in der Geschichte von Tesla waren erfolgreicher: das dritte Quartal 2025 (497.099), das vierte Quartal 2024 (495.570) und das vierte Quartal 2023 (484.507).
Die Tesla-Neuzulassungen in Europa erreichten im Mai 28.610 Fahrzeuge, ein Anstieg von fast 108 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Neuzulassungen seit Jahresbeginn bis einschließlich Mai beliefen sich auf 118.068 Fahrzeuge, ein Plus von 57 %. Allein innerhalb der Europäischen Union haben sich die Neuzulassungen im Mai mehr als verdoppelt und sind um 152 % gestiegen.
In den USA gingen die Verkaufszahlen jedoch zurück. Die staatliche Förderung für Elektrofahrzeuge lief aus, wodurch Elektroautos für viele Käufer teurer wurden. Laut Cox Automotive sanken Teslas Inlandsverkäufe aufgrund dieser Änderung um 20 %.
Der Deutsche-Bank-Analyst Edison Yu erklärte, Teslas internationale Verkäufe in Europa und China hätten maßgeblich zum Erfolg beigetragen. Das Wachstum des Unternehmens in Europa sei auf die wettbewerbsfähigen Angebote für Käufer zurückzuführen. Einige Käufer lehnten zwar die politischen Ansichten von CEO Elon Musk ab, doch die attraktiven Preise hätten sie dazu veranlasst, über die Kontroverse hinwegzusehen.
Tesla installierte im zweiten Quartal außerdem Energiespeicher mit einer Kapazität von 13,5 Gigawattstunden (GWh), was einem Anstieg von 53 % gegenüber den 8,8 GWh im ersten Quartal 2026 entspricht. Diese Zahl blieb jedoch hinter den Erwartungen der Analysten von 13,8 GWh zurück.
Warum verkauft BYD immer noch mehr Fahrzeuge als Tesla?
BYD behauptete seine Position als weltweit führender Verkäufer von Elektroautosund meldete für das zweite Quartal 2026 einen Absatz von 557.090 vollelektrischen Fahrzeugen. BYD gab seine Zahlen einen Tag vor Teslas Ergebnissen bekannt.
BYD hat gegenüber Tesla von rund 77.000 Fahrzeugen. Das Absatzvolumen von BYD sank im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 8 %, doch die Auslandsumsätze wachsen rasant. Etwa 43 % der BYD-Verkäufe im zweiten Quartal stammten aus Ländern außerhalb Chinas.
Am 2. Juli 2026 schloss die Aktie von BYD an ihrem Börsenplatz in Shenzhen (SHE: 002594) bei 83,57 Chinesischen Yuan (CNY), ein Plus von 3,61 %. Die in Hongkong notierten Aktien (HKEX: 1211) schlossen bei 78,30 Hongkong-Dollar (HKD).
Unterdessen notierte die Tesla-Aktie (NASDAQ: TSLA) am 2. Juli bei rund 391 US-Dollar, ein Minus von fast 8 % an diesem Tag. Die Telefonkonferenz zu den Ergebnissen des zweiten Quartals am 22. Juli wird zeigen, ob Tesla seine Gewinnmargen halten oder durch aggressive Preisstrategien beeinträchtigt hat.
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