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Thailands Zentralbank treibt Pläne für einen 1:1 an den Baht gekoppelten Stablecoin voran

CryptopolitanJun 29, 2026 2:36 PM
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Die thailändische Zentralbank plant die Einführung eines Stablecoins, der im Verhältnis 1:1 an den thailändischen Baht gekoppelt ist. Eine öffentliche Anhörung zu dem Vorschlag wird voraussichtlich noch vor Ende 2026 stattfinden. Gouverneur Vitai Ratanakorn erläuterte die Details des Plans auf der von efinanceThai veranstalteten Konferenz „Capital with Purpose“.

Der geplante Stablecoin wird keine digitale Zentralbankwährung sein, da er von regulierten privaten Unternehmen und nicht von der thailändischen Zentralbank selbst ausgegeben wird. Laut Bangkok Post muss jeder im Umlauf befindliche Token vollständig durch Baht-Reserven gedeckt sein, die auf klar defiKonten bei lizenzierten Finanzinstituten gehalten werden.

In der ersten Phase dürften nur Banken und Finanzinstitute den Stablecoin nutzen, und er würde ausschließlich für Zahlungsabwicklungszwecke verwendet. Weitere Anwendungsfälle für die breite Öffentlichkeit würden nach einer entsprechenden Evaluierung später folgen.

Pläne der Bank von Thailand werden durch experimentelle Sandbox-Daten gestützt

Die Pläne der thailändischen Zentralbank sind nicht überraschend und basieren auf einer soliden Grundlage. Bereits 2024 führte die Zentralbank eine Programmierbare Zahlungsumgebung (Programmable Payment Sandbox) ein, um an den Baht gekoppelte digitale Währungen in einer kontrollierten Umgebung zu testen. Im Dezember 2025 wurde diese erweitert, um noch mehr Experimente zu ermöglichen.

Die Struktur der Regulierung in dem Vorschlag für diesen neuen Stablecoin stützt sich direkt auf Daten aus diesen Sandbox-Tests und gibt der Zentralbank somit echte operative Erfahrung, die sie bei der Erstellung der Regeln für diesen an den Baht gekoppelten Stablecoin nutzen kann.

Ledger Insights berichtete außerdem , dass die thailändische Zentralbank (BoT) Interesse daran signalisiert habe, den Einsatz von Stablecoins auf die Märkte für CO2-Zertifikate und grüne Finanzierungen auszuweiten, wo die Verwendung von Blockchain-Abwicklungen die mangelnde Transparenz im CO2-Handel verringern könnte.

Thailand will die Devisenkontrollen verschärfen

Der Gouverneur der thailändischen Zentralbank (BoT), Ratanakorn, bekräftigte auf der Konferenz das Interesse der Zentralbank an einer Verschärfung der Devisenkontrollen in Thailand. Persönliche QR-Code-Zahlungen innerhalb Thailands müssten in Baht erfolgen, erklärte der Gouverneur, und Überweisungen in Renminbi über Alipay und WeChat Pay seien auf dem thailändischen Markt nicht zulässig.

Zwischen Februar 2025 und Mai 2026 sperrten rund 5.000 Konten, die für Peer-to-Peer-Überweisungen in Renminbi über diese Plattformen genutzt wurden. Ratanakorn warnte, dass Zahlungsdienstleister, die Transaktionen in anderen Währungen als dem Baht abwickeln, mit Geldstrafen, der Aussetzung ihrer Geschäftstätigkeit oder dem Entzug ihrer Betriebslizenzen rechnen müssen.

Der Gouverneur ging auch auf die wachsende Zahl von Instituten ein, die Devisenhandel für Privatkunden anbieten, und erklärte, die Zentralbank plane keine Lizenzierung spekulativer Devisengeschäfte. Die Abwicklung solcher Geschäfte könnte gegen das thailändische Devisenkontrollgesetz von 1942 verstoßen und mit Geldstrafen von bis zu 200.000 Baht und Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren geahndet werden.

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