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China verurteilt Geldwäscher wegen Drogenhandels im Wert von 7 Millionen Dollar zum Tode

CryptopolitanJun 25, 2026 9:42 AM
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Die Oberste Volksstaatsanwaltschaft Chinas (SPP) gab einen grenzüberschreitenden Drogen- und Geldwäschefall bekannt, in dem eindentnamens Li Moubo zum Tode verurteilt wurde, nachdem er mehr als 48 Millionen Yuan (etwa 7,04 Millionen US-Dollar) an Drogengeldern in virtuelle Währungen umgewandelt hatte.

Der Fall verdeutlicht Pekings Entschlossenheit, gegen jegliche durch Kryptowährungen ermöglichte Finanzkriminalität die härtesten Strafen zu verhängen – ein Signal, das für jeden Betreiber oder Händler, der mit digitalen Vermögensströmen in Verbindung steht, Anlass zur Sorge gibt.

Was die Staatsanwaltschaft verkündete

Der stellvertretende Generalstaatsanwalt Miao Shengming gab seine Stellungnahme während einer Pressekonferenz zur Bekämpfung des Drogenhandels am 25. Juni ab. Die Staatsanwaltschaft von Chongqing bearbeitete den Fall unter direkter Aufsicht der Obersten Volksstaatsanwaltschaft, Chinas höchster Strafverfolgungsbehörde.

Berichten zufolge wurde Li unter anderem wegen grenzüberschreitenden Drogenhandels, Drogenschmuggels, Drogentransports und Geldwäsche angeklagt. Nach seiner Verurteilung in mehreren Anklagepunkten wurde Li zum Tode verurteilt.

Chinesische Staatsanwaltschaften haben zwischen Januar 2025 und Mai 2026 über 1.200 Personen wegen Geldwäsche im Zusammenhang mit Drogenhandel angeklagt (unter Berufung auf Miao Shengming). Die Staatsanwaltschaft erklärte, diese Anklagen seien Teil einer umfassenderen Untersuchung sowohl der Geldwäsche durch Dritte als auch der Einziehung krimineller Vermögenswerte im Zusammenhang mit dem Drogenhandel.

Wie kam es zu diesem Urteil?

Das chinesische Strafrechtssystem ist inquisitorisch. Das heißt, die Staatsanwaltschaft legt Beweise vor, und die im Prozess vorgelegten Beweismittel bestimmen das Urteil. Wie bei schweren Drogendelikten üblich, durchlief auch der Fall gegen Li den Standardweg (Ermittlungen, Anklageerhebung unter Aufsicht der Staatsanwaltschaft und Verurteilung durch ein Volksgericht in Chongqing).

In der Mitteilung der SPP zu Li wurde weder erwähnt, ob Argumente zu seiner Verteidigung vorgebracht wurden, noch ob gegen das Urteil Berufung eingelegt wurde, noch wurde angedeutet, dass ein Volksgericht mit der von ihnen getroffenen Feststellung, sei es nach eigener Zuständigkeit oder nach chinesischem Strafrechtssystem, nicht einverstanden war.

Chinas Strafjustizsystem weist eine Verurteilungsquote von über 99 % auf, und Kapitalverbrechen im Zusammenhang mit Drogenhandel wurden in der Vergangenheit hinsichtlich der Verteidigungsstrategie nur wenig öffentlich hinterfragt. Weder die Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft noch der Bericht von Xinhua gaben Aufschluss darüber, ob Lis Rechtsbeistand die Anklage oder die Höhe des Urteils angefochten hat.

Muster der Krypto-Durchsetzung

Die Durchsetzung von Kryptogesetzen und -vorschriften in der Volksrepublik China spiegelt in den letzten Jahren einen umfassenderen Trend in der Strafverfolgung des Landes wider. Dies ist angesichts des Verbots des Chinesische Volksbank . Die Staatsanwaltschaft (SPP) wollte mit der Hervorhebung von Lis Kryptowährungsnutzung in ihrer Pressemitteilung deutlich machen, dass virtuelle Währungen nicht nur ein Nebenaspekt der Straftat sind, sondern vielmehr integraler Bestandteil krimineller Aktivitäten.

Die illegalen Kryptoaktivitäten breiten sich weltweit weiter aus. Laut dem Krypto-Kriminalitätsbericht 2026 von TRM Labs erreichte das Gesamtvolumen illegaler Kryptowährungstransfers im Jahr 2025 158 Milliarden US-Dollar, wovon über 100 Milliarden US-Dollar auf chinesischsprachige Treuhand- und Geldwäscheoperationen entfielen. Der Bericht zeigt, dass diese chinesischsprachigen Treuhand- und Geldwäschenetzwerke primär als Infrastruktur für die illegalen globalen Märkte fungieren und nicht staatlich gelenkt werden.

Chinas Vorgehen gegen Kryptokriminalität unterscheidet sich hinsichtlich Geschwindigkeit und Härte deutlich von westlichen Rechtssystemen. Das US-Justizministerium verurteilte im Februar 2026 Daren Li, einen Doppelstaatsbürger Chinas und St. Kitts und Nevis, zu 20 Jahren Haft wegen seiner Beteiligung an der Geldwäsche von 73 Millionen US-Dollar durch einen Kryptowährungsbetrug. Zwar ging es in diesem Fall nicht um Drogenhandel, sondern um Betrug, doch verdeutlicht er, wie beide Regierungen die Strafen für Geldwäsche mithilfe von Kryptowährungen verschärfen, wobei China mit der Anwendung der Todesstrafe noch einen Schritt weiter geht.

Was bedeutet das für den Markt?

Für Kryptobörsen, OTC-Handelsstellen und Compliance-Teams, die Transaktionen mit Bezug zu China abwickeln, ist der Fall Li Moubo eine konkrete Erinnerung daran, dass Peking Geldwäsche mit Kryptowährungen als Kapitalverbrechen und nicht nur als Verstoß gegen regulatorische Bestimmungen ahndet. Die 1.200 im Zusammenhang mit dem Fall bekannt gegebenen Anklagen deuten eher auf einematic Durchsetzungskampagne als auf einen Einzelfall hin.

Händler und Dienstleister in Ländern, die mit chinesischen Kryptowährungsströmen interagieren, müssen mit anhaltendem Druck rechnen. Die öffentliche Betonung der Rückgewinnung von Vermögenswerten aus Drogengeschäften durch die SPP deutet darauf hin, dass die Strafverfolgung mit der Beschlagnahme und Einziehung von Vermögenswerten einhergehen wird.

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