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Warum sind Prognosemärkte hinsichtlich der Kryptoregulierung optimistisch, während die Wall Street die Wirtschaft pessimistisch einschätzt?

CryptopolitanMay 11, 2026 8:00 PM
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Wettende auf Prognosemärkten setzen große Summen darauf, dass ein bedeutendes Kryptowährungsgesetz noch in diesem Jahr in Kraft treten wird, da ein Senatsausschuss in wenigen Tagen darüber abstimmen soll.

Die Händler von Polymarket schätzen die Chancen, dass der Digital Asset Market Clarity Act im Jahr 2026 in Kraft tritt, derzeit auf 65 %.

Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber 46 % Anfang Mai.

Auf der Konkurrenzplattform Kalshi sind die Chancen sogar noch größer, nämlich bei 70 %, dass vor 2027 irgendeine Art von Gesetzgebung zur Struktur des Kryptomarktes verabschiedet wird.

Polymarket prognostiziert eine 65%ige Wahrscheinlichkeit, dass der Clarity Act im Jahr 2026 in Kraft tritt
Die Quoten für den Clarity Act bei Polymarket erreichten 65 %, was einen deutlichen Anstieg seit Anfang Mai darstellt.

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Die Spannung steigt, da der Bankenausschuss des Senats den Gesetzentwurf am Donnerstag, den 14. Mai, offiziell prüft.

Das Treffen findet im Dirksen Senate Office Building in Washington, DC statt.

Dies ist die erste bedeutende Gelegenheit für den Ausschuss, sich mit dem Vorschlag zu befassen, seit er im Januar verschoben wurde, und das Weiße Haus hofft angeblich, ihn bis zum 4. Juli in Kraft setzen zu können.

Laut der Reporterin Eleanor Terretteinige Brancheninsider den Entwurf bereits vor der Konferenz eingesehen.

Die Abgeordneten arbeiten seit Monaten an dem Gesetzesentwurf und konzentrieren sich dabei auf Probleme wie die Zuständigkeit, Verbraucher- und Entwicklerrechte sowie die Regulierung von Anreizen für Stablecoins.

Viele Akteure in der Kryptoindustrie begrüßten die Nachricht umgehend.

Cody Carbone bezeichnete die Ankündigung des Komitees als „einen wichtigen Schritt“ hin zu klaren Regeln für die mehr als 70 Millionen Amerikaner, die Kryptowährungen nutzen oder besitzen.

Ji Hun Kim sagte: „Die Dynamik ist real, und die Zeit ist jetzt“, und fügte hinzu, dass die vorgeschlagenen Regeln die Verbraucher schützen und gleichzeitig ein verantwortungsvolles Wachstum unterstützen würden.

Kristin Smith bezeichnete die Anhörung als einen „entscheidenden Moment“ für Amerikas Führungsrolle auf den Finanzmärkten.

Summer Mersinger sagte, dass amerikanische Verbraucher und Innovatoren klare Regelungen benötigen.

Allerdings unterstützen nicht alle den Gesetzentwurf.

Mehrere Finanzhandelsverbände schickten einen Brief an die Ausschussvorsitzenden Tim Scott und Elizabeth Warren, in dem sie Bedenken äußerten und Änderungen an dem Vorschlag forderten.

Ihre größte Sorge gilt einem Kompromiss bei Stablecoin-Zahlungen, der von den Senatoren Thom Tillis und Angela Alsobrooks vorgeschlagen wurde.

Bankengruppen fordern strengere Regeln, insbesondere um zu verhindern, dass Stablecoin-Unternehmen Token-Inhabern Zinsen oder Belohnungen anbieten.

Trotz der Schwierigkeiten fließen weiterhin Gelder in Kryptowährungen. Letzte Woche investierten Anleger 858 Millionen US-Dollar in Kryptowährungsfonds und setzten damit einen fünfwöchigen Trend steigender Zuflüsse fort.

Bitcoin Allein rund 700 Millionen Dollar ein, womit sich die Gesamtsumme für das Jahr auf 4,9 Milliarden Dollar beläuft.

James Butterfill, Forschungsleiter bei CoinShares, führte die Zuflüsse auf das gestiegene Interesse am Clarity Act zurück.

Grayscale ist der Ansicht, dass das Gesetz, sollte es verabschiedet werden, eine neue Ära der Innovation und Kapitalentwicklung einläuten wird, indem es rechtliche Unklarheiten durch präzise Prinzipien ersetzt.

Bitcoin wechselte zuletzt für rund 81.000 US-Dollar den Besitzer.

Analysten sagen, dass der nächste große Aufwärtstrend davon abhängen könnte, ob die Kurse den 200-Tage-Durchschnitt, der knapp über 82.000 Dollar liegt, überschreiten.

Die Kluft ist deutlich. Marktteilnehmer im Bereich der Prognosen setzen stark auf einen politisch bedingten Durchbruch, der Kryptoinnovationen und Kapitalzuflüsse unabhängig von anhaltend hohen Zinsen beschleunigen könnte.

Unterdessen bereiten sich Makroanalysten an der Wall Street auf eine Verschärfung der Finanzbedingungen vor, die die Gesamtwirtschaft belasten werden.

Die Wall Street stellt sich auf anhaltend hohe Zinssätze ein

Die Stimmung im traditionellen Finanzwesen ist deutlich vorsichtiger.

Sowohl BofA Global Research als auch Goldman Sachs haben ihre Erwartungen hinsichtlich Zinssenkungen der Federal Reserve gesenkt und verweisen dabei auf die hartnäckige Inflation aufgrund hoher Energiepreise und einentronals erwartet ausgefallenen Arbeitsmarkt.

Die Bank of America rechnet nun in diesem Jahr nicht mehr mit Zinssenkungen, sondern prognostiziert zwei Senkungen um jeweils 25 Basispunkte im Juli und September 2027.

Goldman Sachs verschob die erste erwartete Zinssenkung auf Dezember 2026. „Wir gehen davon aus, dass Warsh auf niedrigere Zinsen drängen wird, aber die aktuelle Datenlage lässt Zinssenkungen vorerst nicht zu“, schrieben die Analysten der Bank of America.

Die Renditen von US-Staatsanleihen steigen, und die anhaltende Krise im Nahen Osten hält die Energiepreise hoch.

Der Arbeitsmarktbericht für April übertraf die Erwartungen und bestärkte damit die Argumente für eine Beibehaltung der aktuellen Zinssätze durch die Fed.

Die Kluft ist eklatant: Kryptomärkte setzen auf einen regulatorischen Durchbruch, während traditionelle Investoren davon ausgehen, dass die Zinssätze auf absehbare Zeit hoch bleiben werden.

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