Western Digital verliert kurzfristig fast 50 %, Aktie droht weiterer Absturz um über 30 %
Die Aktien von Western Digital verzeichneten nach einem Allzeithoch von 799,87 US-Dollar am 18. Juni einen Kurssturz von fast 50 % und notierten zuletzt volatil um 443,80 US-Dollar. Ursächlich hierfür sind massive Gewinnmitnahmen nach extremen Kursgewinnen, sektorweiter Bewertungsdruck bei KI-Werten, Sorgen vor chinesischer Konkurrenz sowie der Effekt des enttäuschenden „Sell the News“ nach den Q4-Zahlen. Technisch befindet sich die Aktie im klaren Abwärtskanal. Bei einem Bruch der psychologischen Unterstützung bei 400 US-Dollar droht weiteres Abwärtspotenzial von über 30 % Richtung der starken Konsolidierungszone zwischen 240 und 300 US-Dollar.

Aktien von Western Digital verlieren zuletzt rund 50 %
TradingKey – Am 12. August US-Ostküstenzeit verharrte Western Digital (WDC) nach einem kräftigen Ausverkauf in einer volatilen Spanne, erholte sich im übernachtlichen Handel um 1,4 % und stand vorübergehend bei 443,80 US-Dollar. Am vergangenen Donnerstag (6. August) brach Western Digital um 13 % ein, näherte sich kurzzeitig der Marke von 400 US-Dollar, was einem maximalen Kursrückgang von fast 50 % gegenüber dem Allzeithoch entsprach, und markierte ein neues Tief seit Mai dieses Jahres.
Aktienkurs-Chart von Western Digital, Quelle: TradingView
Am 18. Juni stieg der Aktienkurs von Western Digital in Richtung der Marke von 800 US-Dollar und erreichte mit einem Höchststand von 799,87 US-Dollar ein Allzeithoch. Seitdem verzeichnete die Aktie weiterhin neue Tiefstände bei gleichzeitig niedrigeren Hochs bei Erholungsversuchen, was signalisiert, dass sie insgesamt in einen Abwärtskanal eingetreten ist und die Bären die absolute Kontrolle behalten.
Warum fällt die Aktie von Western Digital?
Der Aktienkurs von Western Digital verzeichnete in den vergangenen zwei Monaten einen deutlichen Rücksetzer, was primär auf den aufgelaufenen Gewinnmitnahmedruck nach zuvor übermäßigen Kursgewinnen, Gewinnrealisierungen im gesamten KI-Chip- und Speichersektor, Wettbewerbseinflüsse sowie das Verpuffen positiver Impulsgeber bei den Quartalszahlen zurückzuführen ist.
Mitte Juni kletterte die Aktie von Western Digital auf Rekordhochs, womit sich der Kursgewinn seit Jahresbeginn auf 3.700 % summierte und ein enormes Volumen an unrealisierten Gewinnen entstand. Zu diesem Zeitpunkt hoben große Wall-Street-Banken wie Morgan Stanley und JPMorgan ihre Kursziele einheitlich auf über 650 US-Dollar an, woraufhin Privat- und institutionelle Anleger der Rally weiter hinterherliefen. Technische Indikatoren wie RSI und MACD zeigten extrem überkaufte Niveaus an, was massive Gewinnmitnahmen auslöste, da Anleger Kursanstiege zur Gewinnsicherung nutzten und sich die Positionierungen dadurch lockerten.
Im Laufe des Monats Juli wuchsen am Markt die Sorgen darüber, ob sich die hohen KI-Investitionen der US-Tech-Giganten schnell in Renditen niederschlagen würden. Obwohl die Quartalsberichte von Microsoft (MSFT) und Amazon (AMZN) zeigten, dass die Investitionen weiterhin hoch blieben, gerieten hoch bewertete Anbieter von KI-Hardware und Speicherlösungen generell unter Bewertungsdruck. Ende Juli ging der große chinesische Speicherchiphersteller ChangXin Memory Technologies (CXMT) an den A-Aktien-Markt in Shanghai und legte eine massive Rally hin. Dies schürte an der Wall Street Befürchtungen, dass den globalen Märkten für ausgereifte DRAM- und NAND-Flash-Speicher künftig chinesische Kapazitätsausweitungen und Preiskämpfe bevorstehen könnten, was bei Western Digital, SK Hynix (SKHY), Micron (MU) und anderen Speicher-Giganten zu konzentrierten Verkäufen führte.
Vor dem Hintergrund dieser pessimistischen Marktstimmung geriet Western Digital in ein „Sell the News“-Dilemma. Am 5. August legte das Unternehmen seinen Bericht für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vor, wobei sowohl der Umsatz als auch der bereinigte Gewinn je Aktie die Erwartungen der Wall Street übertrafen. Da der Aktienkurs im Vorfeld jedoch bereits alle positiven Katalysatoren vollständig eingepreist hatte und die Prognose für die Bruttomarge hinter der des Konkurrenten Seagate Technology (STX) zurückblieb, brach der Aktienkurs am Tag nach der Veröffentlichung der Zahlen ein.
Aktien von Western Digital könnten weiter um mehr als 30 % fallen
Aus charttechnischer Sicht bewegt sich Western Digital im Bereich von 400 US-Dollar, was nicht nur eine wichtige runde Marke ist, sondern auch eine zentrale psychologische Verteidigungslinie während der anhaltenden Rallye seit Anfang 2026 in diesem Bullenmarkt darstellt. Fällt der Kurs unter dieses Niveau, tut sich darunter ein massives Vakuum auf, das direkt auf die 300-US-Dollar-Marke zusteuert – etwa 32 % unter dem aktuellen Niveau.
Der Bereich von 240 bis 300 US-Dollar ist eine starke Verteidigungszone, in der der Aktienkurs von WDC zwischen Januar und März 2026 eine monatelange Konsolidierung in enger Spanne sowie eine technische Erholung erlebte. In der charttechnischen Analyse des Aktienmarktes gilt eine solche Fortsetzungsplattform gewöhnlich als solide Konsolidierungszone, in der die Bullen eine extrem hohe Verteidigungsbereitschaft zeigen.
Aktienkurs-Chart von Western Digital, Quelle: TradingView
Dieser Inhalt wurde KI-übersetzt und von Menschen überprüft. Er dient nur zu Referenz- und Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar.
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