Bangalore, 03. Apr (Reuters) - Elon Musk verlangt einem Medienbericht zufolge von Banken, die den geplanten Börsengang seines Raumfahrtunternehmens SpaceX begleiten wollen, den Kauf von Abonnements für seinen KI-Chatbot Grok. Dies berichtete die Zeitung "New York Times" am Freitag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Einige der Banken hätten bereits zugestimmt, jährlich zweistellige Millionenbeträge für den Chatbot auszugeben und hätten mit der Integration in ihre IT-Systeme begonnen, hieß es in dem Bericht weiter.
Hintergrund ist der geplante Börsengang von SpaceX, der der größte aller Zeiten werden könnte. Das in Texas ansässige Unternehmen strebt einer Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge eine Bewertung von mehr als zwei Billionen Dollar an und will dabei 75 Milliarden Dollar erlösen. Als Konsortialführer für das Vorhaben sollen die Banken Morgan Stanley, Goldman Sachs, JPMorgan Chase, Bank of America und Citigroup fungieren. Musk und SpaceX äußerten sich auf Anfrage zunächst nicht. Die Banken JPMorgan Chase und Goldman Sachs lehnten eine Stellungnahme ab, von den übrigen Instituten lag zunächst kein Kommentar vor.
Der Vorgang unterstreicht den enormen Einfluss Musks auf die Wall Street, die seit Jahren auf einen großen Börsengang wie den von SpaceX wartet. Für die Beratung bei der Transaktion winken den Banken Provisionen von mehr als 500 Millionen Dollar. Dem Bericht zufolge handelte es sich bei den Käufen der Grok-Abonnements nicht nur um ein Zeichen des guten Willens. Musk habe darauf bestanden, dass die Banken die Chatbot-Dienste erwerben. Weniger nachdrücklich sei seine Bitte gewesen, auch auf seiner Social-Media-Plattform X Anzeigen zu schalten.