Kampala, 03. Apr (Reuters) - Uganda hat erstmals Abgeschobene aus den USA aufgenommen. Die acht Personen afrikanischer Herkunft seien bereits am 1. April eingetroffen, teilte das Außenministerium in Kampala am Freitag mit. Ein US-Richter habe die Fälle zuvor geprüft und gebilligt. Aus Gründen des Datenschutzes wurden keine weiteren Details zu den Betroffenen genannt.
Der ugandische Anwaltsverband sprach dagegen von zwölf Personen, die in dem ostafrikanischen Land angekommen seien. In einem Beitrag auf der Plattform X kritisierte die Organisation den Vorgang als würdelos, erschütternd und entmenschlichend.
Die Überstellung fußt auf einem im vergangenen Jahr unterzeichneten bilateralen Abkommen. Darin wird Uganda als sicherer Drittstaat für Migranten eingestuft, die die Regierung in Washington nicht in ihre Heimatländer zurückschicken kann. Die Maßnahme unterstreicht die Ausweitung der Abschiebepolitik von US-Präsident Donald Trump. Diese stößt auf rechtliche und menschenrechtliche Bedenken, da die Betroffenen in fremde Länder gebracht werden, zu denen sie keinerlei persönliche Bindung haben.