26. Mrz (Reuters) - Es folgen Meldungen rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
17.05 Uhr - Die USA könnten Präsident Donald Trump zufolge die Kontrolle über das iranische Öl übernehmen. Dies sei eine Option, sagt Trump bei einer Kabinettssitzung. Weitere Angaben dazu lehnt er ab.
16.56 Uhr - Der Iran hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump zehn Öltanker die Straße von Hormus passieren lassen. Darunter seien Schiffe unter pakistanischer Flagge gewesen, sagt Trump bei einer Kabinettssitzung im Weißen Haus. Zugleich wirft er dem Land vor, eine Maut für die Durchfahrt zu erheben. Dies dürfe der Iran eigentlich nicht tun. Trump hatte am Dienstag von einem "großen Geschenk" des Irans im Zusammenhang mit der Straße von Hormus gesprochen, das sich auf Öl und Erdgas beziehe. Einzelheiten nannte er nicht. Eine iranische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.
16.06 Uhr - Die Vereinigten Staaten haben dem Iran eine 15 Punkte umfassende Aktionsliste als Grundlage für Verhandlungen zur Beendigung des aktuellen Konflikts übermittelt. Dies erklärt der US-Sonderbeauftragte Steve Witkoff während einer Kabinettssitzung im Weißen Haus. Es gebe Anzeichen, dass Teheran an einer Einigung interessiert sei. Der Iran suche nach einem Ausweg.
15.55 Uhr - US-Präsident Donald Trump räumt ein, dass die Iraner "großartig im Verhandeln" seien. Er sei sich aber nicht sicher, ob die USA willens seien, einen "Deal" mit dem Iran zu schließen. Es seien die Iraner, die um einen "Deal" bettelten, nicht er. Man müsse sehen, dass man einen richtigen "Deal" erziele und die Straße von Hormus geöffnet werde. Der Iran müsse einem "Deal" zustimmen oder sich auf weitere Angriffe einstellen.
15.20 Uhr - Ein ranghoher offizieller Vertreter des Iran äußert sich gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters zu einem von Pakistan übermittelten Vorschlag der USA zur Beendigung des Kriegs. Der Vorschlag sei Mittwochnacht von hochrangigen iranischen Vertretern und einem Vertreter des Obersten Führers des Iran "eingehend geprüft worden". In einer ersten Reaktion sei er als "einseitig und unfair" eingestuft worden. "Kurz gesagt sieht der Vorschlag vor, dass der Iran seine Fähigkeit zur Selbstverteidigung aufgeben würde, im Austausch für einen vagen Plan zur Aufhebung von Sanktionen." Dem Vorschlag fehlten die Mindestvoraussetzungen für einen Erfolg. Womöglich könne man dennoch vorankommen, sollte Realismus in Washington vorherrschen. Es gebe aber "noch keine Vereinbarung für Verhandlungen, und kein Plan für Gespräche erscheint zum jetzigen Zeitpunkt realistisch". Die Türkei und Pakistan versuchten, dabei zu helfen, "eine gemeinsame Basis zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten zu schaffen und Differenzen abzubauen".
14.52 Uhr - Die EU-Kommission fordert Insidern zufolge die Mitgliedstaaten auf, ihre Gasspeicher angesichts des Iran-Kriegs so schnell wie möglich für den kommenden Winter aufzufüllen. Hintergrund seien die Turbulenzen an den globalen Energiemärkten, sagen EU-Diplomaten der Nachrichtenagentur Reuters. Bei einem Treffen hinter verschlossenen Türen ermutigt die Brüsseler Behörde die Regierungen demnach, bereits im April mit der Einspeicherung zu beginnen. Zwar betone die Kommission, dass es keine unmittelbare Gefahr für die europäische Gasversorgung gebe, da die EU vor allem aus Norwegen und den USA beliefert werde. Ein frühes Auffüllen solle jedoch den stark gestiegenen Preisen entgegenwirken und einen späteren Ansturm auf Gas verhindern.
13.00 Uhr - Malaysias Regierung hat nach eigenen Angaben für Schiffe aus dem asiatischen Land eine Erlaubnis zur Passage der Straße von Hormus erhalten. Die Meerenge, durch die unter anderem ein erheblicher Anteil der weltweiten Öl- und Flüssiggastransporte verschifft wird, ist seit Beginn des Kriegs gegen den Iran weitgehend blockiert. Malaysias Ministerpräsident Anwar Ibrahim teilt in einer Fernsehansprache mit, dass er mit Spitzenvertretern des Iran, Ägyptens, der Türkei und anderer Staaten in der Region gesprochen habe und dass nun malaysische Schiffe durch die Straße von Hormus gelassen würden. Er danke Irans Präsident für die Erlaubnis der Passage.
11.50 Uhr - Das pakistanische Außenministerium erklärt auf X, dass indirekte Gespräche zwischen den USA und dem Iran im Gange seien. Pakistan übermittle Nachrichten zwischen beiden Seiten. Die Türkei und Ägypten würden die Bemühungen unterstützen.
11.45 Uhr - US-Präsident Donald Trump bekräftigt nachdrücklich, dass es sehr wohl Verhandlungen mit dem Iran gebe. "Die iranischen Verhandler sind ganz anders und 'seltsam'. Sie 'flehen' uns an, einen Deal abzuschließen, was sie auch tun sollten, da sie militärisch vernichtet wurden und null Chancen auf ein Comeback haben, und dennoch erklären sie öffentlich, dass sie unseren Vorschlag lediglich 'prüfen'. FALSCH!!!", schreibt Trump in einem Beitrag auf seinem Online-Dienst Truth Social. "Sie sollten besser bald ernst machen, bevor es zu spät ist, denn sobald das geschieht, gibt es KEIN ZURÜCK, und das wird nicht schön werden!" Von iranischer Seite wurde wiederholt dementiert, dass es Verhandlungen mit den USA gebe.
11.35 Uhr - US-Präsident Donald Trump wirft der Nato erneut mangelnde Unterstützung vor. In Großbuchstaben schreibt er auf seinem Online-Dienst Truth Social, die Nato habe absolut nichts getan, um beim Iran behilflich zu sein. Die USA seien auf die Nato nicht angewiesen, aber sie würden diesen sehr wichtigen Moment in der Geschichte niemals vergessen.
10.07 Uhr - Die US-Regierung erwägt einem Zeitungsbericht zufolge, für die Ukraine bestimmte Waffen in den Nahen Osten umzuleiten. Grund dafür sei, dass der Krieg im Iran Bestände des US-Militärs an besonders wichtiger Munition verbrauche, berichtet die "Washington Post" unter Berufung auf drei mit der Angelegenheit vertraute Personen.
08.44 Uhr - China ruft alle Parteien im Krieg zwischen den USA und Israel sowie dem Iran auf, die Angriffe einzustellen. China dringe auf eine Lösung des Konflikts durch Dialog und auf die Vermeidung einer Eskalation, sagt der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Jiang Bin, vor der Presse in Peking. Die chinesische Führung werde an einer Deeskalation arbeiten. Entscheidend sei eine sofortige Waffenruhe.
08.30 Uhr - Israel hat nach einer Intervention Pakistans nach Angaben aus Islamabad den iranischen Außenminister Abbas Araghtschi und Parlamentspräsident Mohammed Baker Kalibaf von einer Liste potenzieller Angriffsziele genommen. "Die Israelis hatten ihre Koordinaten und wollten sie ausschalten", sagt ein Vertreter der pakistanischen Regierung der Nachrichtenagentur Reuters. "Wir haben den USA gesagt, wenn diese auch noch ausgeschaltet werden, gibt es niemanden mehr, mit dem man reden kann." Daraufhin hätten die USA die Israelis gebeten, von dem Vorhaben abzulassen. Bei den Angriffen des israelischen und des US-Militärs, die am 28. Februar begonnen haben, wurden etliche Mitglieder der iranischen Führung gezielt getötet. Unter den Getöteten sind Ajatollah Ali Chamenei, der jahrzehntelang geistliches und politisches Oberhaupt war, der Chef des Nationalen Sicherheitsrates, Ali Laridschani, sowie etliche Führungspersönlichkeiten der Sicherheitskräfte.
08.15 Uhr - In Abu Dhabi sind nach offiziellen Angaben zwei Menschen getötet worden, als Trümmer einer abgefangenen Rakete auf eine Straße fielen. Drei weitere Personen seien verletzt und mehrere Fahrzeuge beschädigt worden, teilt das Medienbüro des Emirats am Persischen Golf mit. Weitere Details sind zunächst nicht bekannt. Nach Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran am 28. Februar beschießt die Islamische Republik ihrerseits nach eigenen Angaben Ziele am Persischen Golf, die in Zusammenhang mit den USA stehen. In der Region hat das US-Militär etliche Stützpunkte.