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Allianz steigt bei Stromnetz-Betreiber Amprion ein

ReutersMar 26, 2026 9:05 AM

- Der Versicherungsriese AllianzALVG.DE steigt bei Deutschlands zweitgrößtem Stromübertragungsnetz-Betreiber Amprion ein. Die Vermögensverwaltungs-Tochter Allianz Global Investors (AllianzGI) übernimmt einen Teil der indirekten Beteiligung des Rivalen TalanxTLXGn.DE, wie die Beteiligten am Donnerstag in München mitteilten. Das Geld für den Einstieg kommt zum Teil aus einem Infrastrukturfonds von AllianzGI und zum Teil von den operativen Versicherungsgesellschaften der Allianz. Wie hoch die Beteiligung ist und wie viel AllianzGI dafür zahlt, wurde nicht mitgeteilt. Für die Allianz ist es nach eigenen Angaben die erste direkte Investition in ein deutsches Stromnetz.

Talanx ist Teil des Konsortiums M31, das insgesamt 74,9 Prozent an Amprion hält. Größter Teilhaber von M31 ist die Ärztliche Beteiligungsgesellschaft AEBG, hinter der fünf Pensionskassen der Ärzteschaft stehen. Weitere Mitglieder sind die Versicherungskammer Bayern, Swiss LifeSLHN.S sowie die Meag, der Vermögensverwalter des Rückversicherers Münchener RückMUVGn.DE. Die restlichen 25,1 Prozent liegen bei RWE Alkaios, einem Joint Venture des Energieversorgers RWERWEG.DE mit dem Finanzinvestor ApolloAPO.N.

Allianz und Talanx wollen in den nächsten Jahren "erhebliche Mittel in den Ausbau des zweitgrößten Stromnetzes Deutschlands investieren, um die Energieversorgung von Millionen von Menschen zu sichern und die Energiewende voranzutreiben", wie es in der Mitteilung hieß. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte im Februar erfahren, dass einige große Amprion-Gesellschafter angesichts des milliardenschweren Kapitalbedarfs einen Teilausstieg erwögen. Talanx-Finanzvorstand Jan Wicke hatte bereits in der vergangenen Woche angedeutet, den Anteil an Amprion "neu zu dimensionieren". Man müsse die Beteiligung an die Größe des eigenen Portfolios an Kapitalanlagen anpassen.

Amprion betreibt ein Höchstspannungsnetz über 11.000 Kilometer von der Nordsee bis zu den Alpen, das Strom für 29 Millionen Menschen in Deutschland liefert. "In den nächsten Jahren sind hohe Investitionen nötig, um insgesamt 9300 Kilometer Stromleitungen zu errichten oder auszubauen", erklärten Allianz und Talanx. Der Ausbau des Stromnetzes sei wichtig, um die Nutzung von mehr erneuerbarer Energien zu ermöglichen, ohne die Stabilität, Flexibilität und Effizienz des Netzes zu gefährden. Die dauerhafte Finanzierung von Amprion sei mit dem Einstieg der Allianz "langfristig gesichert", erklärte Thomas Mann, Chief Investment Officer von Ampega, dem Vermögensverwalter von Talanx.

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