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Weltraum-Startup Isar Aerospace scheitert erneut mit Raketenstart

ReutersMar 25, 2026 8:32 PM

- Die deutschen Weltraumambitionen haben einen Rückschlag erlitten. Der Start der Trägerrakete "Spectrum" des deutschen Startups Isar Aerospace wurde am Mittwoch kurz vor der geplanten Zündung der Triebwerke abgebrochen, wie im Livestream zu sehen war. Der erste Testflug vor rund einem Jahr endete ebenfalls vorzeitig. Bei der Mission aktuellen "Onward and Upward" sollten unter anderem mehrere Kleinsatelliten in eine Umlaufbahn befördert worden, teilte das Unternehmen Ottobrunn bei München mit.

Die 28 Meter lange "Spectrum"-Rakete ist darauf ausgelegt, Nutzlasten von bis zu einer Tonne in den Orbit zu bringen. Sie gehört zur Klasse der sogenannten Microlauncher. Neben Isar Aerospace entwickeln Rocket Factory Augsburg (RFA) und HyImpulse aus der Nähe von Heilbronn in Deutschland Trägersysteme für Kleinsatelliten und Experimente.

Die europäischen Staaten wollen sich von außereuropäischen Weltraumfirmen wie SpaceX des umstrittenen Milliardärs Elon Musk unabhängiger machen. Dies sei auch aus sicherheitspolitischen Erwägungen wichtig, betonte Bundeskanzler Friedrich Merz bei seinem Besuch in Andoya vor knapp zwei Wochen. Isar-Chef Daniel Metzler betonte bei einer Telefonkonferenz, dass sich wegen der geopolitschen Krisen binnen der Anteil an Anfragen für militärische Missionen binnen zwölf Monaten auf 60 Prozent vervierfacht habe. Sein Unternehmen sei bis 2028 ausgebucht.

Medienberichten zufolge verhandelt Isar Aerospace darüber hinaus mit Investoren über zusätzliche Kapitalspritzen von 250 Millionen Euro. Dabei werde das Unternehmen mit mehr als zwei Milliarden Euro bewertet. Isar-Chef Metzler wollte sich hierzu nicht äußern.

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