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NAHOST-TICKER-Selenskyj: Russland versucht USA im Iran-Krieg zu erpressen

ReutersMar 25, 2026 6:58 PM

- Es folgen Nachrichten rund um die Entwicklungen im Nahen Osten. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.

19.46 Uhr - Russland versucht nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, die USA zu erpressen. Die Regierung in Moskau biete an, den Austausch von militärischen Geheimdienstinformationen mit dem Iran zu stoppen, sagt Selenskyj der Nachrichtenagentur Reuters. Im Gegenzug solle Washington der Ukraine keine Geheimdienstdaten mehr zur Verfügung stellen. Dies gehe aus Berichten der ukrainischen Geheimdienste hervor, erklärt er weiter. Zudem enthalten Selenskyj zufolge einige iranische Drohnen, die bei Angriffen auf US-Ziele im Nahen Osten eingesetzt werden, russische Bauteile. Russland weist eine Unterstützung des Irans im Krieg gegen die USA und Israel zurück.

19.08 Uhr - Geheimdienstinformationen deuten nach den Worten des iranischen Parlamentspräsidenten Mohammad Bagher Ghalibaf darauf hin, dass "Feinde" die Besetzung einer iranischen Insel planen. Dies solle mit Unterstützung eines namentlich nicht genannten Landes aus der Region geschehen, teilt Ghalibaf auf X mit. "Die iranischen Streitkräfte beobachten die Bewegungen des Feindes", schreibt er weiter. Sollten diese aktiv werden, werde der Iran die lebenswichtige Infrastruktur in dem unterstützenden Land mit ständigen und unerbittlichen Angriffen überziehen.

18.40 Uhr - US-Präsident Donald Trump warnt den Iran mit Blick auf das US-Verhandlungsangebot davor, sich nicht wieder zu verkalkulieren und droht mit beispielloser Härte. Falls der Iran seine Niederlage nicht anerkenne, sei Trump bereit, den Iran "härter als jemals zuvor" zu treffen, sagt die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, vor Journalisten.

18.18 Uhr - Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, Saudi-Arabien, Katar und Jordanien fordern den Irak auf, umgehend Maßnahmen gegen Angriffe von seinem Staatsgebiet auf Nachbarländer zu ergreifen. Der Aufruf diene dem Erhalt der "brüderlichen Beziehungen" und solle eine weitere Eskalation vermeiden, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der sechs arabischen Staaten. Seit Beginn des Krieges der USA und Israels gegen den Iran bekennen sich vom Iran unterstützte irakische Milizen zu Angriffen auf mehrere US-Stützpunkte in der Region.

18.09 Uhr - UN-Flüchtlingskommissar Barham Salih ruft Geldgeber zu finanziellen Hilfen zur Abmilderung der humanitären Krise im Nahen Osten auf. Bislang seien weniger als zehn Prozent der benötigten 69 Millionen Dollar eingegangen, sagt Salih der Nachrichtenagentur Reuters. Durch die Ausweitung des Konflikts sind im Iran rund 3,2 Millionen und im Libanon mehr als eine Million Menschen auf der Flucht. Zudem behindern Angriffe auf die Vereinigten Arabischen Emirate die weltweite Verteilung von Hilfsgütern über das dortige UN-Logistikzentrum.

17.18 Uhr - Der Iran könnte eine neue Front an der Meerenge Bab al-Mandab eröffnen, sollten Angriffe auf iranisches Staatsgebiet oder seine Inseln erfolgen. Dies meldet die halbstaatliche iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Militärvertreter. Die strategisch wichtige Wasserstraße verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden und ist eine der wichtigsten Routen für den weltweiten Seehandel. Das östliche Ufer der Meerenge gehört zum Jemen. Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen hat bereits mehrfach Frachter und Tanker in den Gewässern angegriffen.

16.44 Uhr - Der Chef der französischen Streitkräfte, Fabien Mandon, wird nach Angaben des Militärs in Kürze ein Treffen per Videokonferenz mit den Armeechefs jener Länder abhalten, die eine Rolle bei der Wiederherstellung der Seeschifffahrt in der Straße von Hormus spielen wollen. Das Treffen stehe in keinem Zusammenhang mit dem Vorgehen der USA in dieser Angelegenheit und werde den Rahmen einer defensiven Haltung haben, sagt der Sprecher des französischen Militärs. Frankreich hat wiederholt erklärt, dass es sich nicht an Einsätzen beteiligen werde, solange die Feindseligkeiten in der Region nicht abgeklungen seien.

16.11 Uhr - UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat den französischen Diplomaten Jean Arnault zu seinem persönlichen Gesandten für den Konflikt im Nahen Osten ernannt. Der Konflikt sei außer Kontrolle geraten. Die "Welt steht vor einem größeren Krieg", sagt Guterres gegenüber der Presse. Er stehe in engem Kontakt mit vielen Akteuren in der Region und weltweit. Es gebe eine Reihe von Initiativen für Dialog und Frieden.

16.01 Uhr - Ägypten hat sich als Austragungsort für jegliche Gespräche zum Iran angeboten, solange sie der Deeskalation dienten. Ägypten unterstütze die Bemühungen von US-Präsident Donald Trump, Verhandlungen mit dem Iran aufzunehmen, sagt Außenminister Badr Abdelatty. Zu der Reaktion des Iran auf den US-Plan sagt er: "Wir müssen unsere Bemühungen fortsetzen, es kommt ganz auf Diplomatie und Verhandlungen an."

15.41 Uhr - Die erste Reaktion des Iran auf den Vorschlag der USA zur Beendigung des Krieges sei nicht positiv ausgefallen, erklärt ein hochrangiger iranischer Regierungsvertreter gegenüber Reuters. Der Vorschlag werde noch geprüft, fügt er hinzu. Die erste Reaktion Teherans sei an Pakistan übermittelt worden, um von dort nach Washington weitergeleitet zu werden.

15.33 Uhr - Bundesaußenminister Johann Wadephul begrüßt das Bestreben von US-Präsident Donald Trump, Verhandlungen zur Beendigung des Krieges mit dem Iran aufzunehmen. Er hoffe, dass den Gesprächen eine Chance auf Erfolg eingeräumt werde, sagt Wadephul bei einem Besuch seines tunesischen Amtskollegen Mohamed Ali Nafti in Berlin. "Es ist lobenswert, dass der US-Präsident sein Ultimatum an das iranische Regime um einige Tage verschoben hat und nun Verhandlungen anstrebt", sagt Wadephul. "Das iranische Regime wäre gut beraten, jetzt darauf zu reagieren. Wenn es also eine Chance für Diplomatie gibt, sollten wir den Gesprächen auf jeden Fall eine Chance geben."

15.12 Uhr - Der Iran hat nach Angaben eines Insiders einen Vorschlag der USA zur Beendigung des Krieges geprüft. Die Bedingungen seien überzogen, berichtet der iranische Fernsehsender Press TV unter Berufung auf einen Regierungsvertreter. Der Iran werde den Krieg nur zu einem Zeitpunkt seiner Wahl beenden, sofern seine Bedingungen erfüllt seien.

14.22 Uhr - Die Hisbollah lehnt Gespräche mit Israel ab, solange sie unter Beschuss steht. Das käme einer erzwungenen Kapitulation nahe, erklärte Hisbollah-Chef Naim Kassem in einer in seinem Namen verlesenen Fernsehansprache. Er rief zur Einheit gegen Israel auf. In der Rede, die auf einem der Hisbollah nahestehenden Fernsehsender ausgestrahlt wurde, hieß es, die Hisbollah-Kämpfer seien bereit, uneingeschränkt weiterzukämpfen.

13.33 Uhr - Die arabischen Golfstaaten warnen vor einer existenziellen Bedrohung durch iranische Angriffe auf ihre Infrastruktur. "Es besteht eine existenzielle Bedrohung für die internationale und regionale Sicherheit. Dieses aggressive Vorgehen untergräbt das Völkerrecht und die Souveränität", sagt Kuwaits Botschafter Naser Abdullah H. M. Alhayen vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf. Andere Golfstaaten erklären, die Handlungen des Iran zielten darauf ab, Terror zu verbreiten. Der Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate, Jamal Jama al Muscharach, verurteilt den "Versuch des Iran, die internationale Ordnung durch rücksichtsloses expansionistisches Vorgehen zu destabilisieren". UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk erklärt, das Vorgehen des Iran könne Kriegsverbrechen darstellen. "Angriffe auf Zivilisten und zivile Infrastruktur müssen ein Ende haben. Sind sie vorsätzlich, können solche Angriffe Kriegsverbrechen darstellen", erklärt er vor dem Rat.

11.30 Uhr - Sieben irakische Soldaten sind bei einem Luftangriff in der westlichen Provinz Anbar nach Angaben des Verteidigungsministeriums getötet worden. 13 weitere Personen seien zudem verletzt worden, verlautet auch aus Sicherheitskreisen. Der Angriff habe einer Stellung der schiitischen Volksmobilmachungskräfte gegolten, einer Dachorganisation von Milizen, die vom Iran unterstützt werden. Getroffen wurde dem Ministerium zufolge eine in der Nähe gelegene Militärklinik und eine technische Einheit. Rettungskräfte seien dabei, nach möglichen weiteren Opfern zu suchen. Das Ministerium verurteilt den Angriff als "offensichtlichen und schwerwiegenden Verstoß" gegen internationales Recht, das Angriffe auf medizinische Einrichtungen und Personal verbietet. Es handle sich um eine gefährliche Eskalation. Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden.

11.10 Uhr - Pakistan hat dem Iran einem Insider zufolge einen Vorschlag der USA übermittelt. Details nennt der ranghohe iranische Insider, der sich gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters äußert, nicht. Auch sagt er nicht, ob es sich um den 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Kriegs handelt, über den mehrere Medien berichten. Der Insider fügt allerdings hinzu, dass auch die Türkei auf der Suche nach Wegen zur Beendigung des Kriegs unterstütze. Das Land werde ebenso wie Pakistan als Gastgeber für etwaige Gespräche in Betracht gezogen. Noch stehe aber kein Ausrichtungsort fest.

10.40 - Die Lage rund um das iranische Atomkraftwerk Buschehr entwickelt sich nach russischen Angaben entlang eines "Worst-Case-Szenarios". Bis sie sich stabilisiere, werde die Zahl der Mitarbeiter in dem AKW auf ein Minimum reduziert, teilt der Chef des staatlichen russischen Atomkonzerns Rosatom, Alexej Lichatschew, mit. Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA hatte mitgeteilt, dass sie vom Iran über den Einschlag eines Geschosses auf dem Kraftwerksgelände informiert worden sei. Lichatschew zufolge ereignete sich der Einschlag am Dienstag gegen 19.00 Uhr (MEZ) in der Nähe eines in Betrieb befindlichen Reaktorblocks. Es sei niemand zu Schaden gekommen. Rosatom habe mit der dritten Phase der Evakuierung begonnen. Eine Mitarbeitergruppe sei dabei, das Gebiet auf dem Landweg in Richtung der iranisch-armenischen Grenze zu verlassen. Zwei weitere Gruppen würden demnächst aufbrechen.

10.20 Uhr - Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, dringt auf eine Lösung des Kriegs im Nahen Osten. "Dieser Konflikt hat das beispiellose Potenzial, Länder über Grenzen hinweg und auf der ganzen Welt mit hineinzuziehen", warnt er in einer von mehreren Golfstaaten einberufenen Krisensitzung des UN-Menschenrechtsrats in Genf. Der einzige sichere Weg, dies zu verhindern, sei ein Ende der Auseinandersetzungen. Er fordere alle Staaten und insbesondere jene mit Einfluss auf, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um dies zu erreichen.

10.00 Uhr - Nach dem iranischen Militär widerspricht auch der Botschafter der Islamischen Republik in Pakistan Darstellungen, wonach es Verhandlungen zur Beendigung des Nahost-Kriegs gibt. Nach seinen Informationen hätten entgegen der Behauptung von US-Präsident Donald Trump bislang keine direkten oder indirekten Verhandlungen zwischen den beiden Ländern stattgefunden, sagt Botschafter Resa Amiri Moghadam. Er fügt allerdings hinzu, dass "befreundete Länder" sich bemühten, "die Voraussetzungen für einen Dialog zwischen Teheran und Washington zu schaffen, von dem wir hoffen, dass er zur Beendigung dieses aufgezwungenen Krieges beitragen wird". Der pakistanische Ministerpräsident Shehbaz Sharif hatte am Dienstag erklärt, seine Regierung sei bereit, mögliche Gespräche auszurichten.

07.40 Uhr - Die Bundesregierung betont, dass sie noch keine abschließende Meinung darüber hat, ob der Angriff der USA und Israels auf den Iran völkerrechtswidrig ist. Nachdem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Dienstag gesagt hatte, dass der Krieg für ihn völkerrechtswidrig und "ein politisch verhängnisvoller Fehler" sei, sagt ein Regierungssprecher auf Anfrage, dass man Äußerungen anderer Verfassungsorgane nicht kommentiere. "Grundsätzlich gilt: Die völkerrechtliche Prüfung obliegt der Bundesregierung und ist noch nicht abgeschlossen", fügt er hinzu. Die Prüfung finde vor dem Hintergrund "vielfältiger Verstöße Irans gegen völkerrechtliche Bestimmungen und internationale Abkommen und einer latenten Bedrohung der Existenz des Staates Israel" statt.

06.19 Uhr - Das iranische Militär hat Äußerungen von US-Präsident Donald Trump über Verhandlungen für ein mögliches Abkommen zur Beendigung des Krieges im Nahen Osten zurückgewiesen. Die USA verhandelten wohl mit sich selbst, sagt Militärsprecher Ebrahim Solfakari staatlichen Medien zufolge. "Hat das Ausmaß Ihrer inneren Zerrissenheit das Stadium erreicht, dass Sie mit sich selbst verhandeln?", fragt Solfakari spöttisch in Richtung der US-Führung. Er fügt hinzu, US-Investitionen und die Energiepreise aus der Zeit vor dem Krieg würden nicht zurückkehren, solange die Regierung in Washington nicht akzeptiere, dass die regionale Stabilität von den iranischen Streitkräften garantiert werde. Trump hatte am Dienstag erklärt, der Iran wolle ein Abkommen schließen. Der Iran hat frühere Aussagen in dieser Form allerdings dementiert. Einem Insider zufolge hat die US-Regierung einen 15-Punkte-Plan entworfen und an Teheran übermittelt.

02.33 Uhr - Der französische Heereschef Mandon bezeichnet die USA als zunehmend unberechenbaren Verbündeten. Die USA starteten Militäroperationen, ohne Frankreich zu informieren, sagt Mandon auf einer Sicherheitskonferenz in Paris. Dies habe Auswirkungen auf die Sicherheit und die Interessen des Landes.

00.20 Uhr - Drohnen treffen einen Treibstofftank am internationalen Flughafen von Kuwait und lösen einen Brand aus. Es gebe keine Verletzten, sondern nur Sachschaden, teilt die zivile Luftfahrtbehörde des Landes mit. Die Feuerwehr sei im Einsatz.

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