Dubai/Tel Aviv/Islamabad, 25. Mrz (Reuters) - Der Iran prüft einem Insider zufolge einen US-Vorschlag zur Beendigung des Krieges am Golf. Die erste Reaktion sei zwar negativ ausgefallen, sagte ein ranghoher iranischer Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. Dass dieser aber noch geprüft wird, deutet möglicherweise daraufhin, dass er nicht rundweg abgelehnt wurde. Öffentlich lehnten iranische Regierungs- und Militärvertreter Verhandlungen mit der Regierung von US-Präsident Donald Trump strikt ab. Der 15 Punkte umfassende Vorschlag der USA war dem Iran durch Pakistan übermittelt worden. Einem hochrangigen pakistanischen Insider zufolge steht eine offizielle Antwort aus Teheran noch aus. Die Kommunikation sei schwierig, da sich die iranische Führung im Untergrund aufhalte.
Der US-Plan sieht israelischen Regierungskreisen zufolge unter anderem vor, dass der Iran seine Bestände an hochangereichertem Uran vernichtet, die Anreicherung stoppt, sein Raketenprogramm einschränkt und die Finanzierung regionaler Verbündeter beendet.
Die Berichte über die Entspannungsbemühungen gaben den Aktienmärkten Auftrieb und ließen den Ölpreis fallen. Der Krieg ging allerdings unvermindert weiter. Ein israelischer Militärvertreter antwortete auf die Frage, ob Israel seine militärischen Pläne angepasst habe, seit Trump erklärt hatte, dass Gespräche mit dem Iran im Gange seien, im Grunde laufe "alles wie gewohnt". Das israelische Militär teilte mit, es habe neue Angriffswellen gestartet. Die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur SNN berichtete, in Teheran sei ein Wohngebiet getroffen worden. Rettungskräfte seien dabei, die Trümmer zu durchsuchen. Die iranischen Revolutionsgarden teilten staatlichen Medien zufolge mit, Ziele in Israel, darunter Tel Aviv, sowie US-Stützpunkte in Kuwait, Jordanien und Bahrain angegriffen zu haben. Kuwait und Saudi-Arabien erklärten, neue Drohnenangriffe abgewehrt zu haben. Am internationalen Flughafen von Kuwait wurde nach Angaben der Zivilluftfahrtbehörde ein Treibstofftank mit Drohnen attackiert. Es sei ein Brand ausgebrochen, zu Schaden gekommen sei niemand.
Die USA wiederum bereiteten Insidern zufolge die Entsendung Tausender Elitesoldaten der 82. Luftlandedivision in den Nahen Osten vor, was den massiven militärischen Aufbau der USA in der Region weiter verstärken würde. Bereits jetzt sind in der Region 50.000 US-Soldaten stationiert.