22. Dez (Reuters) - Im Bieterkampf um den Medienkonzern WarnerWBD.O stützt der milliardenschwere US-Softwareunternehmer Larry Ellison das Angebot der Firma seines Sohnes mit einer persönlichen Finanzierungsgarantie. Der Gründer des Datenbankkonzerns OracleORCL.N, der zu den reichsten Personen der Welt gezählt wird, sagte 40,4 Milliarden Dollar zur Finanzierung des Übernahmeangebots der TV- und Filmfirma Paramount SkydancePSKY.O zu, die von seinem Sohn David Ellison geleitet wird. Damit will Ellison offenbar die Kritik von Warner Bros Discovery ausräumen, die Offerte sei nicht solide finanziert. An Paramounts Barangebot über 108 Milliarden Dollar ändert sich dadurch nichts.
An der Börse zeigte das Eingreifen des Milliardärs offenbar Wirkung: Die Aktien von Warner zogen um drei Prozent und die von Paramount um sieben Prozent an. Netflix-Aktien verloren knapp ein Prozent an Wert.
Warner hatte sich in der vergangenen Woche für die konkurrierende Offerte des Streaming-Riesen NetflixNFLX.O ausgesprochen. Das Paramount-Angebot biete keine ausreichenden Finanzierungsgarantien, hatte der Warner-Verwaltungsrat den Aktionären geschrieben. Paramount habe die Aktionäre mit der Behauptung in die Irre geführt, das Barangebot von 30 Dollar je Aktie sei vollständig garantiert. "Das ist es nicht und war es auch nie", so das Gremium damals.
Netflix hatte Anfang des Monats ein Gebot in Höhe von 72 Milliarden Dollar in bar und Aktien für die Geschäftsbereiche außerhalb des Kabelfernsehens von Warner Bros abgegeben. Bei der Übernahme geht es auch um eine umfangreiche Film- und Fernsehbibliothek mit Klassikern wie "Casablanca" und Serien wie "Friends" sowie den Streamingdienst HBO Max.