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Pentagon: China bestückt mehr Silos mit Interkontinentalraketen

ReutersDec 22, 2025 3:55 PM

- China hat dem US-Verteidigungsministerium zufolge drei Stützpunkte wohl mit mehr als 100 Interkontinentalraketen bestückt. Die Regierung in Peking habe kein Interesse an Rüstungskontrollgesprächen, wie aus dem Bericht hervorgeht, der am Montag der Nachrichtenagentur Reuters in der Entwurfsfassung vorlag. Demnach baut die Volksrepublik ihr Waffenarsenal schneller aus und modernisiert es rascher als jede andere Atommacht.

US-Präsident Donald Trump hatte im vergangenen Monat angedeutet, mit China und Russland an einem Plan zur Denuklearisierung zu arbeiten. Dem Entwurf des Pentagon-Berichts zufolge scheint Peking daran jedoch nicht interessiert zu sein. "Wir sehen weiter keine Bereitschaft Pekings, solche Maßnahmen oder umfassendere Rüstungskontrollgespräche zu verfolgen", hieß es in dem Bericht.

Demnach hat China wahrscheinlich mehr als 100 Interkontinentalraketen vom Typ DF-31 in Silofeldern nahe der Grenze zur Mongolei stationiert. Das Pentagon hatte über die Existenz der Felder berichtet, nicht jedoch über die Zahl der bestückten Raketen. Der Bestand an nuklearen Sprengköpfen Chinas habe 2024 immer noch im niedrigen 600er-Bereich gelegen, was ein Zeichen für eine langsamere Produktion sei. Das Land sei jedoch auf dem Weg, bis 2030 über 1000 Sprengköpfe zu verfügen.

Der Bericht stellt zudem fest, dass China erwarte, "bis Ende 2027 in der Lage zu sein, einen Krieg um Taiwan zu führen und zu gewinnen". Peking, das das demokratisch regierte Taiwan als sein eigenes Territorium betrachtet, verfeinere seine Optionen, um die Insel gewaltsam einzunehmen.

China hat Berichte über eine militärische Aufrüstung als Versuche bezeichnet, "China zu verleumden und zu diffamieren". Das Land halte sich an eine nukleare Strategie der Selbstverteidigung und verfolge eine Politik, selbst Atomwaffen nicht zuerst einzusetzen. US-Beamte merkten an, dass sich der Bericht noch ändern könne, bevor er an den Gesetzgeber geschickt werde. Das Pentagon und die chinesische Botschaft in Washington reagierten zunächst nicht auf Bitten um Stellungnahmen.

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