22. Dez (Reuters) - Es folgen Entwicklungen rund um den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
12.45 Uhr - Russische Truppen haben bei einem nächtlichen Angriff auf die ukrainische Schwarzmeer-Region Odessa die Hafen- und Energie-Infrastruktur getroffen. In dem wichtigen Hafen Piwdennyj sei ein Feuer ausgebrochen, zudem sei die Stromversorgung für mehr als 120.000 Menschen unterbrochen worden, teilt Vize-Ministerpräsident Olexij Kuleba mit. Russland versuche, die maritime Logistik durch systematische Angriffe zu stören, schreibt er auf dem Kurznachrichtendienst Telegram. Rund 30 Container mit Mehl und Pflanzenöl stünden in Flammen. Dem Innenministerium zufolge wurde ein Mensch verletzt. Eine russische Stellungnahme lag zunächst nicht vor.
08.03 Uhr - Bei der Explosion einer Autobombe in Moskau wird nach offiziellen Angaben ein russischer General getötet. Bei dem Toten handele es sich um Generalleutnant Fanil Sarwarow, teilt das staatliche Ermittlungskomitee mit. Er habe die Abteilung für operative Ausbildung der Armee im russischen Generalstab geleitet. Es werde nicht ausgeschlossen, dass die Bombe von ukrainischen Spezialkräften gelegt worden sei, hieß es. Vor einem Jahr war der russische General Igor Kirillow bei einem Bombenanschlag in Moskau getötet worden. Damals bekannte sich der ukrainische Geheimdienst SBU dazu. Er machte Kirillow für den Einsatz chemischer Waffen gegen ukrainische Truppen verantwortlich. Russland wies diese Vorwürfe zurück.
01.30 Uhr - Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der südrussischen Region Krasnodar sind nach Angaben der örtlichen Behörden zwei Schiffe und zwei Anlegestellen beschädigt worden. Die gesamte Besatzung der Schiffe am Terminal Wolna in der Region sei sicher evakuiert worden, teilte der operative Stab der Region Krasnodar über den Nachrichtendienst Telegram mit. Die Beschädigungen hätten zu einem Brand geführt, der sich auf bis zu 1500 Quadratmeter ausgebreitet habe, fügten die Behörden hinzu.
01.00 Uhr - Der US-Sondergesandte Steve Witkoff hat die Gespräche mit dem russischen Sondergesandten ebenfalls als "produktiv und konstruktiv" beschrieben. In einem Beitrag auf X schrieb er: "Russland bleibt vollständig dem Ziel verpflichtet, Frieden in der Ukraine zu erreichen." Russland schätze außerdem die Bemühungen und Unterstützung der USA zur Lösung des Ukraine-Konflikts und zur Wiederherstellung der globalen Sicherheit, fügte Witkoff hinzu.
00.30 Uhr - Nach den Gesprächen mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff in den USA will Russland dem außenpolitischen Berater des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Juri Uschakow, zufolge seine Position erneut darlegen. Laut Uschakow wird Putins Sondergesandter Kirill Dmitriev am Montag nach Moskau zurückkehren und dem Präsidenten über das Ergebnis seiner Gespräche berichten. "Danach werden wir die Position formulieren, mit der wir fortfahren werden, auch in unseren Kontakten mit den Amerikanern", sagte Uschakow in Bemerkungen, die der Kreml-Pool-Journalist Pawel Zarubin in seinem Telegram-Kanal veröffentlichte.