
29. Nov (Reuters) - Einem Bericht der Zeitung "New York Times" zufolge hat die US-Arzneimittelbehörde FDA in einem internen Memo die Covid-19-Impfung als wahrscheinliche Ursache des Todes von mindestens zehn Kindern genannt. Als mögliche Ursache sei eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis)genannt worden, berichtete die Zeitung am Freitag. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte den Bericht zunächst nicht überprüfen.
Die "Washington-Post" hatte im September berichtet, die US- Regierung wolle einen Zusammenhang zwischen Corona-Impfstoffen und dem Tod von 25 Kindern herstellen. Gesundheitsbehörden nutzten dabei Informationen aus einem Bundesmeldesystem für Impf-Nebenwirkungen (VAERS), das unbestätigte Berichte über Nebenwirkungen und Beschwerden enthalte. Nach der Veröffentlichung des Berichts, der sich auf Insider berief, gaben die Aktien des Impfstoffherstellers ModernaMRNA.O an der Wall Street zunächst um mehr als sieben Prozent nach, BioNTech22UAy.DEBNTX.O verloren 8,7 Prozent. Die Papiere von PfizerPFE.N und NovavaxNVAX.O fielen um fast drei Prozent. Moderna erklärte in einer ersten Reaktion, die Aufsichtsbehörden in mehr als 90 Ländern hätten bei seinem Covid-Impfstoff keine neuen oder bisher unbekannten Sicherheitsbedenken bei Kindern und schwangeren Frauen festgestellt.
Unter Präsident Donald Trump wird das Gesundheitsministerium von Robert F. Kennedy Jr. geleitet. Er ist als Impfkritiker bekannt und hat seit seinem Amtsantritt die Impfempfehlungen für Covid-19 deutlich zurückgefahren. So strich die zuständige Behörde die allgemeine Impfempfehlung für gesunde Kinder, Jugendliche und schwangere Frauen. Die Impfung wird in den USA nur noch für ältere Erwachsene und Menschen mit Vorerkrankungen empfohlen. Kennedy kürzte zudem Mittel für die Impfstoffforschung und entließ den Leiter der Gesundheitsbehörde CDC, die für die Impfempfehlungen zuständig ist.