Zins-Schock in Indonesien: Notenbank stemmt sich mit Kraft gegen Rupiah-Absturz
Die Ökonomin Radhika Rao von DBS Group Research weist darauf hin, dass die indonesische Notenbank Bank Indonesia (BI) die Märkte mit einer Anhebung ihres Leitzinses um 50 Basispunkte auf 5,25 Prozent überrascht hat. Damit habe die Zentralbank der makroökonomischen Stabilität und der Unterstützung der Rupiah Vorrang eingeräumt. Rao verweist auf optimistische Wachstumsprognosen für 2026, eine derzeit moderate Inflation, aber mögliche Preisrisiken in der zweiten Jahreshälfte. Die geldpolitische Ausrichtung dürfte ihrer Einschätzung nach die Rupiah stützen und bei anhaltender Schwäche Raum für weitere Zinserhöhungen lassen.
Vorgezogene Zinserhöhung der BI zur Stützung der Rupiah
„Bank Indonesia hat den Leitzins stärker als erwartet um 50 Basispunkte auf 5,25 Prozent erhöht, während wir lediglich mit einem Schritt um 25 Basispunkte gerechnet hatten.“
„In der Erklärung nach der Sitzung hieß es, dass die vorgezogene Zinserhöhung den Fokus der Zentralbank auf makroökonomische Stabilität widerspiegele, insbesondere mit Blick auf die Währung, sowie ihre Bereitschaft zu präventivem Handeln, um die Inflation innerhalb der Zielspanne von 1,5 bis 3,5 Prozent zu halten.“
„Die Wachstumsannahmen fielen optimistisch aus: Für 2026 wird ein BIP-Wachstum von 4,9 bis 5,7 Prozent erwartet (DBSf: 5,1 Prozent), während die Regierung für das kommende Jahr sogar von robusteren 5,8 bis 6,5 Prozent ausgeht.“
„Während die aktuellen Inflationsdaten moderat bleiben, könnte sich der Preisdruck in der zweiten Jahreshälfte verstärken, falls sich die Krise in Westasien als länger anhaltend erweist.“
„Insgesamt hätten die Schwäche der Rupiah trotz fortgesetzter Interventionen, sinkende Devisenreserven sowie die zunehmende Spreadausweitung gegenüber SRBIs den Boden für einen restriktiveren geldpolitischen Kurs bereitet.“
„Wir sehen Spielraum für weitere Zinserhöhungen um insgesamt 50 Basispunkte in der zweiten Jahreshälfte auf 5,75 Prozent, vorausgesetzt die Rupiah gerät weiter unter Druck und die geopolitischen Spannungen halten an.“
Empfohlene Artikel








Kommentare (0)
Klicken Sie auf die $-Schaltfläche, geben Sie das Symbol ein und wählen Sie eine Aktie, einen ETF oder einen anderen Ticker zum Verlinken aus.