Lateinamerika im Anlegerfokus – doch steigende Zinsen bergen Risiken
Geoff Yu von BNY verweist darauf, dass Aktien aus Lateinamerika zuletzt deutliche Mittelzuflüsse verzeichnet haben. Treiber seien verbesserte Handelsbedingungen und widerstandsfähige Währungen gewesen. Gleichzeitig könnten jedoch steigende Realzinsen und restriktivere Finanzierungsbedingungen die Unternehmensgewinne belasten und damit sowohl die Aktienmärkte schwächen als auch die Nachfrage nach Währungsabsicherungen erhöhen.
Regionale Aktien robust, aber anfällig
"Die Volkswirtschaften Lateinamerikas sind zwar ebenfalls höheren Energiepreisen ausgesetzt, doch gibt es überzeugende Argumente für eine Verbesserung der Handelsbedingungen – dank robusterer Angebotsstrukturen und einer steigenden Nachfrage nach eigenen Rohstoffexporten."
"Das hat den Währungen der Region geholfen, den Schock in den ersten Wochen des Konflikts zu überstehen."
"In der Folge verzeichnet die Region weiterhin starke Zuflüsse in Aktien, allerdings behalten wir im Blick, dass Aktienmärkte üblicherweise eine inverse Beziehung zu den Realzinsen aufweisen."
"Unternehmen und private Haushalte werden kurzfristig mit restriktiven Finanzierungsbedingungen konfrontiert sein."
"Sollte dies die Gewinne belasten, rechnen wir mit einer gewissen Schwäche oder zumindest mit einer steigenden Nachfrage nach Währungsabsicherungen."
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