Fed-Mitglied Paulson: Zinssenkungen erfordern Fortschritte bei der Inflation
Die Präsidentin der Federal Reserve (Fed) Bank of Philadelphia, Anna Paulson, erklärte laut einem Bericht von Bloomberg am Dienstag, dass sie es bevorzugt, die Zinssätze unverändert zu lassen, und niedrigere Kreditkosten an nachhaltige Fortschritte bei der Inflation knüpft.
Wichtige Zitate
Die Geldpolitik ist leicht restriktiv, und diese Restriktivität trägt dazu bei, den Inflationsdruck in Schach zu halten, während der Arbeitsmarkt stabil bleibt.
Der aktuelle Leitzins ist geeignet und übt weiterhin Abwärtsdruck auf die Inflation aus.
Gesunde Märkte beginnen, Szenarien eines Haltens oder Anhebens der Zinsen abzuwägen.
Einige Familien haben Schwierigkeiten mit steigenden Preisen, aber insgesamt überwiegt die Widerstandsfähigkeit.
Wenn der Arbeitsmarkt ausgeglichen bleibt, sind Zinssenkungen nur bei neuen Fortschritten bei der Inflation angemessen.
Marktreaktion
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts notiert der US Dollar Index (DXY) bei rund 99,31 und liegt damit 0,33 % im Plus für den Tag.
Fed - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.
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